{"id":5648,"date":"2015-04-20T18:41:28","date_gmt":"2015-04-20T16:41:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.centigrade.de\/blog\/?p=5648"},"modified":"2018-11-23T13:36:04","modified_gmt":"2018-11-23T12:36:04","slug":"konsistenz-im-alltag-und-im-interface-design","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/blog\/konsistenz-im-alltag-und-im-interface-design\/","title":{"rendered":"Was Konsistenz f\u00fcr Katzen und Interfaces bedeutet"},"content":{"rendered":"<p>Im Interface Design geh\u00f6rt der Begriff Konsistenz zur Fachsprache. Er wird t\u00e4glich verwendet, f\u00fcr Feedback wie f\u00fcr langfristige Konzepte. Der Begriff ist auch eine Schnittstelle zu Entwicklern und Kunden, die Konsistenz im Interface Design suchen und bewerten. Gute Gr\u00fcnde, den Begriff n\u00e4her anzuschauen. <!--more--><\/p>\n<div style=\"margin-bottom: 0px;\">\n<div style=\"float: left; width: 80px; margin-right: 10px;\"><a href=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/TeamSmall.andreas.burghart.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5721\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/TeamSmall.andreas.burghart.jpg\" alt=\"TeamSmall.andreas.burghart\" width=\"80\" height=\"80\" \/><\/a><\/div>\n<div style=\"float: left; width: 80px; margin-right: 10px;\"><a href=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/TeamSmall.jonas_.stallmeister.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5722\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/TeamSmall.jonas_.stallmeister.jpg\" alt=\"TeamSmall.jonas.stallmeister\" width=\"80\" height=\"80\" \/><\/a><\/div>\n<div style=\"float: left; width: 470px;\">\n<p>Daf\u00fcr tauschten Andreas und Jonas einige Ideen aus \u2013 quasi eine gute Unterhaltung beim Mittagessen. Als Interaktionsdesigner und visueller Designer n\u00e4herten sie sich Konsistenz aus mehreren unterschiedlichen, aber verwandten Perspektiven.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"clear: both;\"><\/div>\n<\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5643\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/CatContent.jpg\" alt=\"Cat Content\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/CatContent.jpg 1877w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/CatContent-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/CatContent-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p><strong>Jonas Stallmeister:<\/strong> Cat Content k\u00f6nnte ein guter Einstieg f\u00fcr die Unterhaltung sein. Vor drei Monaten wurde ich Besitzer zwei junger Kater, die sich gerade an unseren Haushalt gew\u00f6hnen. Dabei kann ich genau das beobachten, was die Tier\u00e4rztin Sabine Schroll so formuliert: \u201eKatzen sind schwieriger zu motivieren, weil sie ihre Sicherheit aus ihrem stabilen Zeit-Raum-Gef\u00fcge und nicht aus dem straff organisierten Sozialverband beziehen.\u201c<sup><a href=\"#sources\" name=\"1\">[1]<\/a><\/sup> Als Interface Designer w\u00fcrde ich sagen, sie erwarten von uns eine konsistente User Experience. Hundert Gramm Futter um halb Sieben morgens und um sieben Uhr Abends. Weniger, und die Stimmung kippt. Sie wollen in alle Zimmer und lassen es mich wissen. Sie lernen durch Konsistenz: &#8222;bleib von der Arbeitsplatte oder werde nass gespr\u00fcht.&#8220; Und sie unterscheiden zwei Arten von Inkonsistenz: die unangenehme, wie lang schlafende Menschen, die das Fr\u00fchst\u00fcck nicht liefern, und die angenehme, wie ein \u00fcberraschender Leckerbissen. Diese Basis stimmt auch f\u00fcr menschliche User Experience, oder?<\/p>\n<p><strong>Andreas Burghart:<\/strong> Es gibt Forschungsergebnisse des Psychologen B.F. Skinner zur so genannten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verst%C3%A4rkung_(Psychologie)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zuf\u00e4lligen Verst\u00e4rkung<\/a>, der folgendes Experiment durchgef\u00fchrt hat: Ratten k\u00f6nnen einen Hebel bet\u00e4tigen, und jedes hundertste Mal bekommen sie ihr Futter. Das ist ein sehr konsistentes Verhalten des Hebels. Wenn die Futterausgabe zuf\u00e4llig ist \u2013 sozusagen inkonsistent \u2013 dann bet\u00e4tigen die Ratten den Hebel \u00f6fter.<sup><a href=\"#sources\" name=\"2\">[2]<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Ich kann mir vorstellen, dass das beschriebene Prinzip vergleichbar mit der menschlichen Erfahrung ist. Vielleicht f\u00fchrt der Zufall bzw. die Inkonsistenz zu einer guten User Experience, weil dadurch eine spannende Unbestimmtheit entsteht. Aber so spannend das \u00dcberraschungspotential auch sein mag, m\u00fcssen wir beachten, dass Vorhersehbarkeit zu Vorteilen im Interface Design f\u00fchrt. Wie du gesagt hast, ist Konsistenz hilfreich f\u00fcr den Lernprozess von Katzen. Die Konsistenz hilft ihnen also zu verstehen, wann und wo sie ihr Futter bekommen. Das ist f\u00fcr Interfaces ebenfalls wichtig. Denn Konsistenz hilft Bedienern vorhersagen zu k\u00f6nnen, wo sie welche Funktion finden und es hilft ihnen auch, das Interface-Verhalten vorherzusagen, was wiederum die Usability erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Aber ich frage mich selbst, ob ein Interface zu langweilig wird, wenn dessen Verhalten komplett vorhersehbar ist? K\u00f6nnen wir Interfaces weniger vorhersehbar machen, und gleichzeitig deren Erlernbarkeit und Usability beibehalten? Wenn wir uns etwa ein Interface vorstellen, in dem Bediener lernen sollten wie man speichern kann und zudem motiviert werden sollen oft zu speichern: dann kann ich mir vorstellen, dass die konsistente Verwendung des Disketten-Icons in vielen Softwareprodukten dem Bediener dabei hilft, zu lernen, wie man speichert. Aber wenn es darum geht, den Bediener zum h\u00e4ufigen speichern zu motivieren, oder sein\/ihr Speicherverhalten zu verst\u00e4rken, k\u00f6nnten wir Inkonsistenz einsetzen. Zum Beispiel k\u00f6nnte die R\u00fcckmeldung nachdem der Save Button angeklickt wurde, zuf\u00e4llig sein. Manchmal k\u00f6nnte ein gr\u00fcnes H\u00e4kchen erscheinen. Und manchmal k\u00f6nnte man in einer Animation sehen, wie sich ein Karton schlie\u00dft.<\/p>\n<div id=\"attachment_5657\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5657\" class=\" wp-image-5657\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/8602912412_394739b6b5_o.jpg\" alt=\"Konsistente User Experience mit \u00fcberraschenden Elementen: \u00dc-Eier\" width=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/8602912412_394739b6b5_o.jpg 2744w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/8602912412_394739b6b5_o-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/8602912412_394739b6b5_o-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 2744px) 100vw, 2744px\" \/><p id=\"caption-attachment-5657\" class=\"wp-caption-text\">Konsistente User Experience mit \u00fcberraschenden Elementen. Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/56380734@N05\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Comrade Foot<\/a>. CC BY-SA 2.0<\/p><\/div>\n<p><strong>Jonas:<\/strong> Spannung durch unregelm\u00e4\u00dfige Belohnungen funktionierte in Skinners Box, und sie funktioniert in vielen Casual Games bis zur Abh\u00e4ngigkeit. In produktiven Interfaces kann die Grafik gut \u00fcberraschende Belohnungen liefern, w\u00e4hrend die Interaktion konsistent und erlernbar bleibt. <a href=\"http:\/\/www.google.com\/doodles\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Googles Doodles<\/a> zum Beispiel \u00e4ndern das Aussehen und Verhalten der zentralen Funktionalit\u00e4t nicht. Sie folgen Steve Krugs Regel &#8222;<a href=\"https:\/\/www.sensible.com\/dmmt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Don\u2019t make me think<\/a>&#8222;, sie zwingen mich nicht, zu denken. Sie \u00fcberraschen mich und laden mich zum Denken ein, aber nur ein bisschen, nur wenn es grad nicht st\u00f6rt, und liefern mir dazu einen Happen Grafik. Sie verbinden Neugierde und Spieltrieb mit Googles Markenzeichen.<\/p>\n<p>Um \u00dcberraschungen weiter zu folgen:<\/p>\n<p>\u201eGuten Tag, ich bin Umberto, und ich bin hier, um mit Ihrer Tochter zu schlafen.\u201c<br \/>\n\u201eUm was!?!\u201c<br \/>\n\u201eUm-berto!\u201c<\/p>\n<p>Humor lebt von \u00dcberraschung \u2013 je reizender die \u00dcberraschung, desto witziger. Witze funktionieren, weil wir in Unterhaltungen eine gewisse Konsistenz erwarten: keine pl\u00f6tzlichen Themen- und Tonwechsel, keine wechselnde Verwendung eines Begriffs. Die Erwartung von Konsistenz f\u00fchrt zur \u00dcberraschung durch einen Witz. Wir erwarten Konsistenz auch von Interfaces, was uns die Chance gibt, charmante \u00dcberraschungen einzubauen. Mit einem gut platziertem Easter Egg, einer gewitzten Best\u00e4tigung, einer detailverliebten Animation oder einem <a href=\"http:\/\/uxzentrisch.de\/illustrations-on-github\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Charakter<\/a>, kann sich ein Interface ein L\u00e4cheln und guten Willen verdienen \u2013 wenn sie unseren Workflow nicht zu stark st\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Andreas:<\/strong> Ich denke, dass wir \u00fcbereinstimmen, dass Inkonsistenzen auf der einen Seite zu angenehmen \u00dcberraschungen f\u00fchren k\u00f6nnen. Auf der anderen Seite k\u00f6nnen wir sogar das Nutzerverhalten damit beeinflussen. Eine weitere Funktion ist, dass wir damit Aufmerksamkeit auf etwas lenken k\u00f6nnen. Denn eine Inkonsistenz in einem Design, ist \u00e4hnlich dazu ein Gestaltungsraster oder eine Regel zu brechen.<\/p>\n<p>Wenn wir \u00fcber Inkonsistenzen reden, dann d\u00fcrfen wir Robert B. Cialdini nicht auslassen. Er beschreibt folgendes Experiment von Freedman und Fraser: verschiedene Personen wurden gefragt, ob sie bereit sind, ein 8\u00d78-Zentimeter kleines Schild mit der Aufschrift BE A SAFE DRIVER anzunehmen. Sie sollten es an einer beliebigen Stelle anbringen, solang es sichtbar ist.<sup><a href=\"#sources\" name=\"3\">[3]<\/a><\/sup> Die betreffenden Personen machten durch das Anbringen eine kleine Zusage. Ein paar Wochen sp\u00e4ter wurden die selben Personen von jemand anderen gefragt ein gro\u00dfes &#8222;Augen-auf-im-Stra\u00dfenverkehr-Schild&#8220; in ihrem Vorgarten aufzustellen. 76 Prozent waren hierzu bereit, weil sie ein konsistentes Selbstbild erhalten wollten. Ansonsten w\u00e4ren sie von einer so genannten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kognitive_Dissonanz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kognitiven Dissonanz<\/a> betroffen gewesen. Aber Menschen versuchen nicht nur ein konsistentes Selbstbild von sich zu haben. Wir wollen auch das wir von anderen als konsistent wahrgenommen werden: &#8222;Jemand, dessen \u00dcberzeugungen, Aussagen und Handlungen im Widerspruch zueinander stehen, wird als verwirrt, falsch oder gar geisteskrank angesehen.&#8220;<sup><a href=\"#sources\" name=\"4\">[4]<\/a><\/sup> Wenn wir an Alan Coopers` Designprinzip &#8222;Software sollte sich wie ein hilfsbereiter Mensch verhalten&#8220;<sup><a href=\"#sources\" name=\"5\">[5]<\/a><\/sup>, denken, k\u00f6nnen wir sagen, dass Interfaces eine gute Pers\u00f6nlichkeit haben sollen. Und ein Aspekt einer guten Pers\u00f6nlichkeit ist es, sich konsistent zu verhalten.<\/p>\n<div id=\"attachment_5640\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5640\" class=\"wp-image-5640\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3313228891_8aacd2bcf1_o.jpg\" alt=\"Mit allen f\u00fcnf Sinnen Zusammenh\u00e4nge suchen\" width=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3313228891_8aacd2bcf1_o.jpg 2000w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3313228891_8aacd2bcf1_o-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/3313228891_8aacd2bcf1_o-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><p id=\"caption-attachment-5640\" class=\"wp-caption-text\">Normalerweise k\u00f6nnen wir mit allen f\u00fcnf Sinnen Zusammenh\u00e4nge suchen und so Vertrauen aufbauen. Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/bibbit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bridget Coila<\/a>. CC BY-SA 2.0<\/p><\/div>\n<p><strong>Jonas:<\/strong> Ja! Wir erwarten Konsistenz, von uns von anderen, von Interfaces, von unserer Umgebung. Sie macht unser Leben einfacher. Ansonsten m\u00fcssten wir uns st\u00e4ndig Gedanken machen, wie eine Unterhaltung l\u00e4uft, wie wir einen Computer bedienen, wie wir nach Hause finden.<\/p>\n<p>Hier sehe ich eine Verbindung zwischen Konsistenz und Vertrauen. Wir k\u00f6nnen uns keiner Sache wirklich sicher sein. Unsere Sinne k\u00f6nnen get\u00e4uscht werden, Menschen k\u00f6nnen uns anl\u00fcgen, unser Bauchgef\u00fchl kann falsch liegen. Warum auch immer wir etwas f\u00fcr wahr halten, unsere Annahme wird best\u00e4rkt, wenn sie <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Koh%C3%A4renztheorie#Koh.C3.A4renztheorien_der_Wahrheit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">koh\u00e4rent<\/a> ist mit anderen Dingen, die wir f\u00fcr wahr halten. Wir wollen ein koh\u00e4rentes Weltbild ohne kognitive Dissonanz. Wenn wir konsistent bleibende Menschen, Verhalten oder Interfaces einmal mit unserem Weltbild verkn\u00fcpft haben, m\u00fcssen wir sie nicht mehr dauernd auf Koh\u00e4renz pr\u00fcfen. Diese Konsistenz hilft uns, Vertrauen aufzubauen.<\/p>\n<p>Interfaces liefern uns weniger Sinnesreize als zum Beispiel eine pers\u00f6nliche Unterhaltung, was uns weniger Daten liefert, um Vertrauensw\u00fcrdigkeit zu pr\u00fcfen. Das typische Interface zeigt uns einen Bildschirm voll visueller Daten, mit minimalem Sound und vielleicht noch etwas Vibration. Die begrenzten Reize bekommen dadurch mehr Aufmerksamkeit und werden umso kritischer gepr\u00fcft. Darum \u00e4rgern sich visuelle Designer \u00fcber kleinste Inkonsistenzen. \u201eDas sieht wie ein Fehler aus\u201c ist Kritik an der Vertrauensw\u00fcrdigkeit, nicht an der \u00c4sthetik.<\/p>\n<p>Mein Lieblings-Beispiel ist PayPal. Die Checkout-Seite, der ich mein Passwort anvertraue, verwendet das Logo des Zahlungsempf\u00e4ngers, einen Fremdk\u00f6rper, der die Seite jedes Mal anders aussehen l\u00e4sst. Und jedes Mal muss ich mich beruhigen, dass ich keine Phishing-Seite vor mir habe, sondern das Original.<\/p>\n<div id=\"attachment_5653\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5653\" class=\"alignnone size-full wp-image-5653\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/PayPal.png\" alt=\"PayPal als Beispiel f\u00fcr fehlende Konsistenz\" width=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/PayPal.png 880w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/PayPal-300x225.png 300w\" sizes=\"(max-width: 880px) 100vw, 880px\" \/><p id=\"caption-attachment-5653\" class=\"wp-caption-text\">In einem visuellen Interface m\u00fcssen wir uns auf visuelle Koh\u00e4renz verlassen, um Vertrauen aufzubauen.<\/p><\/div>\n<p><strong>Andreas:<\/strong> Wenn es um Vertrauen geht, dann \u00e4hnelt die Wahrnehmung von Interfaces der Wahrnehmung von Menschen. Man kann nicht einer Person vertrauen, die heute eine andere Meinung hat als morgen. Ebenso k\u00f6nnen wir keinen Interfaces vertrauen, die sich auf zu unterschiedliche Art und Weise verhalten und erscheinen.<\/p>\n<p>Die Zeitspanne in der etwas inkonsistent ist, spielt eine wichtige Rolle. Wenn eine Person heute eine andere Meinung hat, als ein einen Monat sp\u00e4ter, denkt man vielleicht, dass diese viel gelernt und daher ihre Meinung ge\u00e4ndert hat. Ich glaube, dass das selbe Prinzip f\u00fcr Interfaces gilt. Es ist ein gro\u00dfer Unterschied, ob etwa die PayPal Seite sehr oft innerhalb einer kurzen Zeitspanne anders ausschaut oder ob diese sich selten \u00e4ndert. Im letzeren Fall, denkt man sich vielleicht: &#8222;Das ist eine Umgestaltung, die zu echten Verbesserungen gef\u00fchrt hat.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Jonas:<\/strong> Unmittelbare Konsistenz ist also wichtiger als Konsistenz auf Dauer. Das ist das Argument gegen das l\u00e4hmende \u201eWir haben es schon immer so gemacht.\u201c Wenn ihr es so wie immer macht, ist meine User Experience auf Dauer konsistent. Das muss nicht schlecht sein, interne Konsistenz kann sogar ein Alleinstellungsmerkmal sein: Coca-Cola, Fixies, die Reunion einer Band oder Mutters Essen versprechen alle ein vertrautes, traditionelles Erlebnis.<\/p>\n<div id=\"attachment_5637\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5637\" class=\" wp-image-5637\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/7688499182_86bf288437_k.jpg\" alt=\"Externe Konsistenz mit den momentanen Erwartungen der Benutzer\" width=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/7688499182_86bf288437_k.jpg 2048w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/7688499182_86bf288437_k-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/7688499182_86bf288437_k-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><p id=\"caption-attachment-5637\" class=\"wp-caption-text\">Externe Konsistenz mit den momentanen Erwartungen der Benutzer. Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/daquellamanera\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Daniel Lobo<\/a>. CC BY-SA 2.0<\/p><\/div>\n<p>Aber normalerweise wollen wir keine interne, langfristige Konsistenz. Stattdessen ziehen wir Konsistenz mit der augenblicklichen Umgebung vor. Passt diese User Experience in diesem Moment in mein Leben? Ist das Interface so schnell, einfach, lernbar, sch\u00f6n wie die anderen Interfaces, die ich benutze? Wenn das Interface mich jetzt st\u00f6rt, ist es egal, ob ihr es schon immer so gemacht habt. Die Welt hat sich ver\u00e4ndert, w\u00e4hrend ihr immer weiter gemacht habt und den Kontext ignoriert habt. Um es klar zu schreiben: es geht mir nicht um Ver\u00e4nderung der Ver\u00e4nderung willen, nicht darum, Trends zu folgen. Konsistenz in einer lebendigen Welt braucht Aufmerksamkeit und Flexibilit\u00e4t \u2013 um in der Str\u00f6mung die Position zu halten, muss man gegensteuern. Die Diskussion um das <a href=\"http:\/\/www.wuv.de\/marketing\/moderner_und_weicher_otto_vorstand_erklaert_das_neue_logo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neue Logo<\/a> des Versandh\u00e4ndlers Otto zum Beispiel: ein angenehm langweiliges Logo aus der Mitte des Mainstreams. Neunzig Prozent der Kunden werden die \u00c4nderung nicht bemerken. Und ich wette, genau das war das Ziel des Redesigns: Konsistenz. Wenn das Logo gleich geblieben w\u00e4re, w\u00e4hrend der Mainstream sich weiterbewegt, w\u00e4re es mit der Zeit veraltet. Otto musste sich anpassen, um gleich zu wirken, so frustrierend es f\u00fcr visuelle Designer sein mag, nicht neue, spektakul\u00e4re Ziele zu verfolgen. Die Notwendigkeit der Anpassungen macht jedes statische Corporate-Design-Handbuch zu einer Gefahr, zu einer Einladung, blindlinks auf den Text der Regeln zu pochen, ohne auf den Kontext zu achten. Das Ziel der Regeln ist wichtiger, und es wird durch ein lebendes Corporate Design erreicht. Interfaces durchdringen unseren Alltag immer weiter und m\u00fcssen sich daf\u00fcr st\u00e4ndig anpassen, um einen konsistenten Eindruck zu erzielen.<\/p>\n<p><strong>Andreas:<\/strong> Wenn man eine Person zum ersten mal sieht, wei\u00df man sehr schnell innerhalb einer <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/psychologie\/article114446800\/Der-erste-Eindruck-bleibt-weil-er-stimmt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zehntel Sekunde<\/a>, ob man die Person sympathisch findet und ob man diese f\u00fcr vertrauensw\u00fcrdig h\u00e4lt. Man braucht l\u00e4nger um beurteilen zu k\u00f6nnen, ob man ein Interface mag: es braucht <a href=\"http:\/\/www.measuringu.com\/five-second-tests.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">5 Sekunden<\/a> bis man sich ein Urteil \u00fcber Probleme in einem Design gemacht hat. Nur die visuelle Erscheinung eines Interfaces kann sehr schnell innerhalb von <a href=\"http:\/\/www.anaandjelic.typepad.com\/files\/attention-web-designers-2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">50 Millisekunden<\/a> beurteilt werden.<\/p>\n<p>Die Frage ist: ver\u00e4ndern Menschen ihr Urteil, wenn man ihnen mehr Zeit gibt? Wenn es um die Beurteilung von Personen geht, \u00e4hnelt der erste Eindruck dem Eindruck nach einer l\u00e4ngeren Zeitspanne. Wenn es um die Einsch\u00e4tzung von Interfaces gibt, ist der Effekt \u00e4hnlich. Das 5-Sekunden-Urteil \u00e4hnelt dem Urteil nach einem Usability Test. Die Ausnahme zur Wahrnehmung von Menschen ist, dass sich die Einsch\u00e4tzung nach <a href=\"http:\/\/www.measuringu.com\/five-second-tests.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">60 Sekunden<\/a> sowohl von dem 5-Sekunden-Urteil als auch von dem Langzeit-Urteil unterscheidet.<\/p>\n<p>Was die Markenwiedererkennung angeht, macht es Sinn gleich zu bleiben. Aber wie du erw\u00e4hnst, ist das Paradox, dass kleine \u00c4nderungen n\u00f6tig sind, um die gleiche Markenwiedererkennung beizubehalten.<\/p>\n<p>Wenn wir uns zum Beispiel die <a href=\"http:\/\/www.coca-cola.co.uk\/125\/coca-cola-bottles-history.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Coca-Cola Flasche<\/a> anschauen, dann sehen wir, dass diese \u00fcber einen Zeitraum von 76 Jahren nur geringf\u00fcgig ver\u00e4ndert wurde. Aber es scheint so, dass Coca-Cola nach 1991 gr\u00f6\u00dfere Ver\u00e4nderungen vorgenommen hat, um den Wiedererkennungswert beizubehalten.<\/p>\n<p><strong>Jonas:<\/strong> Wenn du dir \u00fcberlegst, wie viele erste Eindr\u00fccke von Willkommens-Seiten und Ladebildschirme verschwendet wurden \u2026 die ersten f\u00fcnfzig Millisekunden liefern einen rein visuellen Eindruck, eine Annahme \u00fcber die Qualit\u00e4t des Interface, bevor irgendeine Interaktion stattgefunden hat. Du hast geschrieben, dass wir mit uns selbst konsistent sein wollen, dass es uns leichter f\u00e4llt, unsere Meinung zu best\u00e4tigen als sie zu \u00e4ndern. Das macht den ersten Eindruck sehr wichtig. Die Bedeutung des ersten Eindrucks zeigt auch wieder, dass wir vor allem konsistent mit den Erwartungen des Benutzers sein m\u00fcssen. Die Regeln, die wir bei der Designarbeit verwenden, um Konsistenz zu erreichen, sind sekund\u00e4r. Wenn die Ergebnisse den Workflow der Benutzer st\u00f6ren, m\u00fcssen wir die Regeln \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6nes, klares Beispiel ist Schriftgestaltung. Manchmal scheint sie mir eine konservative Disziplin im Design zu sein: beschr\u00e4nkt auf Schwarz und Wei\u00df, auf etablierte Zeichen und erkennbare Buchstabenformen, immer die Lesbarkeit und Jahrhunderte von Tradition im Hinterkopf. Man kann fast annehmen, dass mit solchen Einschr\u00e4nkungen eine Schriftart durch einfache Regeln definiert werden kann, zum Beispiel durch eine H\u00f6he f\u00fcr alle Gro\u00dfbuchstaben. Die menschliche Wahrnehmung jedoch macht Anpassungen und Ausnahmen n\u00f6tig: um konsistent auszusehen, muss die H\u00f6he der Buchstaben inkonsistent sein, wie der Schriftgestalter Tobias Frere-Jones <a href=\"http:\/\/www.frerejones.com\/blog\/typeface-mechanics-001\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">anschaulich zeigt:<\/a>. \u201eWir lesen mit den Augen, nicht mit Linealen, deshalb sollte das Auge immer Vorrang haben\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_5654\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5654\" class=\"size-full wp-image-5654\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Typo.png\" alt=\"Letter shapes are adapted to the peculiarities of human perception.\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Typo.png 600w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Typo-300x225.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-5654\" class=\"wp-caption-text\">Buchstabenformen sind an die Besonderheiten unserer visuellen Wahrnehmung angepasst.<\/p><\/div>\n<p><strong>Andreas:<\/strong> Mir gef\u00e4llt sehr an deinem Typographie-Beispiel, dass man Konsistenz durch Inkonsistenz erzielen kann. Es sind unterschiedliche Buchstabengr\u00f6\u00dfen n\u00f6tig, um die Buchstaben in der subjektiven Wahrnehmung gleich gro\u00df aussehen zu lassen. Wir m\u00fcssen immer wieder daran denken, dass\u00a0wir nicht f\u00fcr Maschinen gestalten, sondern f\u00fcr Menschen. Ein \u00e4hnliches Ph\u00e4nomen gibt es mit Kreisen. Wenn die H\u00f6he eines Kreises ein kleines bisschen kleiner ist als dessen Breite, dann wird dieser vom menschlichen Auge als ein perfekter Kreis wahrgenommen \u2013 auch wenn es mathematisch inkorrekt ist. Dies hat evolution\u00e4re Gr\u00fcnde, wie Adrian Frutiger beschreibt: \u201cDer Mensch bewegte sich von Anfang an auf horizontaler Ebene. Aus diesem Grund hat sich die Kraft seiner Optik vorwiegend in die Breite orientiert, denn die Gefahrenzone lag haupts\u00e4chlich seitlich.<sup><a href=\"#sources\" name=\"6\">[6]<\/a><\/sup> Daher werden vertikale Entfernungen viel gr\u00f6\u00dfer wahrgenommen, als die gleichen horizontalen Entfernungen.<\/p>\n<h3>Wrap-Up<\/h3>\n<p>Wir haben einige praktische Verkn\u00fcpfungen gefunden:<\/p>\n<ul>\n<li>Konsistenz ist berechenbar und gut erlernbar,<\/li>\n<li>w\u00e4hrend Inkonsistenz auff\u00e4llt und verst\u00e4rkt.<\/li>\n<li>Inkonsistenz kann auch \u00fcberraschend und lustig sein.<\/li>\n<li>Wir wollen mit uns selbst konsistent sein, um kognitive Dissonanz zu vermeiden.<\/li>\n<li>Unser Bed\u00fcrfnis nach Koh\u00e4renz l\u00e4sst uns konsistente Menschen und Interfaces bevorzugen.<\/li>\n<li>Konsistenz im Moment ist wichtiger als Konsistenz \u00fcber Zeit,<\/li>\n<li>und Konsistenz mit externen Faktoren ist wichtiger als interne Konsistenz.<\/li>\n<li>Und Konsistenz mit sich \u00e4ndernden externen Faktoren erfordert st\u00e4ndige Anpassungen \u2013 Konsistenz durch Inkonsistenz.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>\u00c4hnliche Artikel<\/h3>\n<p><a title=\"Desktop Modern UI von Jonas Stallmeister\" href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/blog\/desktop-modern-ui\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Desktop Modern UI von Jonas Stallmeister<\/a><br \/>\nJonas spielt in seinem Artikel die Bedeutung von Konsistenz im Detail f\u00fcr den Modern-UI-Stil durch. Zum Beispiel sollte es sowohl bei gro\u00dfen Fl\u00e4chen also auch bei kleinen Icons keine abgerundeten Ecken geben. Er geht auf viele Vorgaben ein, die konsistent angewandt werden sollen, um einen einheitlichen Stil gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a title=\"Touchen auf dem Desktop \u2013 \u00dcber moderne Mikro-Interaktionen und Altlasten von Maren Wolff\" href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/blog\/touchen-auf-dem-desktop-uber-moderne-mikro-interaktionen-und-altlasten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Touchen auf dem Desktop \u2013 \u00dcber moderne Mikro-Interaktionen und Altlasten von Maren Wolff<\/a><br \/>\nMaren geht in ihrem Artikel unter anderem darauf ein, ob alte Interaktionsformen wie Kontext-Men\u00fcs und Tooltips auch f\u00fcr Touchscreens weiterhin eingesetzt werden sollen. So betrachtet sie etwa, ob Apple und Microsoft ihre alten Interaktionsformen konsistent auf Touchscreens \u00fcbertragen oder ob sie bewusst inkonsistent werden.<\/p>\n<p><a name=\"sources\"><\/a><\/p>\n<h3>Quellen<\/h3>\n<ol>\n<li><a href=\"#1\">^<\/a> Schroll, Sabine: Miez, Miez \u2013 na komm! Artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung\u201c, Books on Demand 2007li&gt;<\/li>\n<li><a href=\"#2\">^<\/a> Manage Your Day-to-Day; The 99U Book Series; Seite 90<\/li>\n<li><a href=\"#3\">^<\/a> Cialdini, Robert B.; Die Psychologie des \u00dcberzeugens; 6. Auflage; Seite 109<\/li>\n<li><a href=\"#4\">^<\/a> Cialdini, Robert B.; Die Psychologie des \u00dcberzeugens; 6. Auflage; Seite 94<\/li>\n<li><a href=\"#5\">^<\/a> Cooper, Alan; About Face; 1. Auflage 2010; Seite 244<\/li>\n<li><a href=\"#6\">^<\/a> Frutiger, Adrian; \u201cDer Mensch und seine Zeichen\u201d, Marix Verlag, Wiesbaden 2004<\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"trademark\">Alle Marken oder eingetragenen Marken, die auf dieser Website verwendet werden, sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und werden nur zu beschreibenden Zwecken verwendet.<\/div>\n","protected":false},"author":26,"featured_media":0,"template":"","tags":[166,100,114,154,74,268,102,577,62],"class_list":["post-5648","blog","type-blog","status-publish","hentry","tag-design-prinzipien","tag-design-prozess","tag-interaktionsdesign","tag-typografie","tag-usability-de","tag-usability-evaluation-2","tag-user-interface-design-de","tag-ux-de-1","tag-visuelles-design"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/5648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/26"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/5648\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}