{"id":5867,"date":"2015-07-14T15:00:04","date_gmt":"2015-07-14T13:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.centigrade.de\/blog\/?p=5867"},"modified":"2023-02-09T16:59:16","modified_gmt":"2023-02-09T15:59:16","slug":"kaffee-fuer-die-ohren-wie-death-metal-die-produktivitaet-steigern-kann","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/blog\/kaffee-fuer-die-ohren-wie-death-metal-die-produktivitaet-steigern-kann\/","title":{"rendered":"Kaffee f\u00fcr die Ohren: Wie Death Metal die Produktivit\u00e4t steigern kann"},"content":{"rendered":"<p>Langeweile w\u00e4hrend der Zugfahrt? Rolling Stones. W\u00fctend im Stau? Slayer. Party mit Freunden? Daft Punk. Mit einem Glas Weinbrand im Ohrensessel verweilend? Chopin. Bandenkrieg? 2Pac. Musik ist im Zeitalter von Streaming-Diensten wie Spotify wahrscheinlich allgegenw\u00e4rtiger als je zuvor. Mit einem Smartphone in der Hosentasche hat potentiell jeder Mensch zu jeder Zeit Zugriff auf eine riesige Datenbank von Songs. Unsere Lieblingsinterpreten begleiten uns an fast jeden Ort in fast jede Situation. Aber wie sieht es mit der Berufswelt aus? Wann ist Musik h\u00f6ren akzeptiert und kann sie beim Arbeiten tats\u00e4chlich helfen? Oder stellt sie eher eine unwillkommene Ablenkung dar?<!--more--><\/p>\n<h3>\u201cWhat would you do if I sang out of\u00a0tune? Would you stand up and walk out on me?\u201d<span style=\"font-size: 12px;\"> \u2013 With a Little Help from My Friends, The Beatles<\/span><\/h3>\n<p>\u00dcberall wo ich bisher gearbeitet habe, ist im B\u00fcro Musik geh\u00f6rt worden. H\u00e4ufig sogar gemeinsam. Zumindest gegen das Lauschen mit Kopfh\u00f6rern sollten die meisten Arbeitgeber nichts einzuwenden haben. Es sei denn nat\u00fcrlich, man befindet sich in einem Job, in dem st\u00e4ndige Kommunikation ein Muss ist. Wer z.B. vorwiegend Telefonate entgegennehmen muss, wird nicht nur ein gest\u00f6rtes H\u00f6rerlebnis haben, sondern vermutlich auch wichtige Anrufe verpassen.<\/p>\n<p>In andersartigen Berufen kann es hingegen ein Vorteil sein, sich zumindest zeitweise von st\u00f6renden Ger\u00e4uschen in der unmittelbaren Umgebung abzuschotten. In Gro\u00dfraum-B\u00fcros ist man schlie\u00dflich den Gespr\u00e4chen anderer ausgesetzt und kann dadurch relativ leicht irritiert werden. Au\u00dferdem kann man seinen Kollegen mit aufgesetzten Kopfh\u00f6rern signalisieren, dass man sich gerade konzentrieren muss. Sie werden sozusagen zum \u201eDo not disturb!\u201c-Schildchen vieler Entwickler, Designer etc. Hierbei gilt nat\u00fcrlich, es mit der kommunikativen Isolation nicht zu weit zu treiben und regelm\u00e4\u00dfig ansprechbar zu bleiben. Sonst schadet man nicht nur der Zusammenarbeit, sondern zieht m\u00f6glicher Weise sogar den Missmut Anderer auf sich, die sich ignoriert f\u00fchlen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5885 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Kopfhoerer-als-Do-not-disturb-Schild.jpg\" alt=\"Kopfh\u00f6rer als &quot;Do not disturb!&quot;-Schild\" width=\"700\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Kopfhoerer-als-Do-not-disturb-Schild.jpg 3264w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Kopfhoerer-als-Do-not-disturb-Schild-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Kopfhoerer-als-Do-not-disturb-Schild-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><br \/>\nGemeinsames Musikh\u00f6ren gestaltet sich etwas schwieriger und bringt zwei wichtige Grundvoraussetzungen mit sich. Zun\u00e4chst einmal ist es essenziell, dass man sich auf die Musik einigen kann. Nicht jeder mag Dubstep oder Death Metal und m\u00f6chte von Stress verursachenden Dissonanzen berieselt werden, w\u00e4hrend er versucht, einen Berg voller Aufgaben zu bew\u00e4ltigen. DJ G\u00fcnter Pellner sorgt am Standort daf\u00fcr, dass derartiger \u201eKrach\u201c nur l\u00e4uft, wenn wir ausnahmsweise zu zweit im B\u00fcro sind.<\/p>\n<p>Er ist au\u00dferdem stets bereit, die Lautst\u00e4rke der Musik anzupassen oder sie auszuschalten, wenn jemand Ruhe fordert, was eine weitere wichtige Voraussetzung ist. Kunden m\u00fcssen bei Telekonferenzen nicht unbedingt \u201eKissed by a rose\u201c im Hintergrund h\u00f6ren, sobald die Stummschaltung auf Centigrade-Seite aufgehoben wird. Schon gar nicht, wenn die Kollegen dabei mit mehr Begeisterung als Talent mitsingen (mich eingeschlossen). Des Weiteren ist es schwierig, sich von Lautsprechern abzuschirmen, ohne einen unbequemen Geh\u00f6rschutz zu verwenden. Wenn jemand wirklich einmal Stille ben\u00f6tigt, um sich in seine Arbeit zu vertiefen, m\u00fcssen die Kollegen darauf R\u00fccksicht nehmen. Es scheint generell sinnvoll, sich auf eine Etikette zu verst\u00e4ndigen, was vermutlich nur in kleineren Gruppen m\u00f6glich ist, da jeder mit diesem Satz Regeln absolut einverstanden sein muss.<\/p>\n<p>Aber warum h\u00f6ren wir \u00fcberhaupt gemeinsam Musik w\u00e4hrend der Arbeit, wenn es potentiell Probleme mit sich bringt? Daf\u00fcr gibt es diverse Gr\u00fcnde. Paradoxerweise scheint Musik bei manchen Menschen dabei helfen zu k\u00f6nnen, L\u00e4rm zu ignorieren, statt ihn zu intensivieren. Die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Informationstheorie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Informationstheorie<\/a> besagt schlie\u00dflich, dass Informations\u00fcbertragung durch Rauschen behindert wird. Solche Informationen k\u00f6nnen auch ungewollte Dinge wie das Klappern von Tastaturen oder gr\u00fcblerische Seufzer sein, die durch das musikalische Rauschen ausgehebelt werden. Gleichzeitig ist man jedoch nicht so isoliert wie mit Kopfh\u00f6rern und kann sich immer noch \u00fcber arbeitsrelevante Dinge unterhalten.<\/p>\n<p>Ein weiterer Grund ist, dass Musik das soziale Gef\u00fcge verbessern kann. Man hat etwas gemeinsam, teilt ein Interesse, mag die gleiche Sache, tut gewisserma\u00dfen sogar etwas zusammen (etwas Nebenl\u00e4ufiges, das gleichzeitiges Arbeiten erm\u00f6glicht) und hat ein Gespr\u00e4chsthema. Dadurch erreicht man m\u00f6glicher Weise verbesserte Teamf\u00e4higkeit und eine angenehmere Atmosph\u00e4re. Auch wenn sich die streng wissenschaftliche Literatur diesbez\u00fcglich eher bedeckt h\u00e4lt, ist der Gedanke vor dem Hintergrund, dass Musik schon seit ihrem Bestehen zu einem Teil sozialer Verbindungen und Zusammenk\u00fcnfte gemacht wurde, alles andere als abwegig. Man denke nur einmal an Kirchenlieder, Nationalhymnen, Marschmusik, oder die Hippiebewegung.<\/p>\n<h3>\u201cI can go\u2026 with the flow.\u201d<span style=\"font-size: 12px;\"> \u2013 Go With The Flow, Queens of the Stone Age<\/span><\/h3>\n<p>Zu diesen Effekten gesellen sich dann eventuell noch Vorteile, die auch beim isolierten Musikh\u00f6ren eine Rolle spielen. So wird von vielen Psychologen der sogenannte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flow_(Psychologie)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Flow<\/a> zumindest in einigen Arbeitssituationen als erstrebenswert angesehen. Dabei handelt es sich um einen geistigen Zustand, bei dem man v\u00f6llig vertieft in seine Arbeit ist, die Zeit vergisst und alles wie von selbst zu laufen scheint. Man ist nicht nur hoch konzentriert und produktiv, sondern empfindet dem Flow-Experten Mih\u00e1ly Cs\u00edkszentmih\u00e1lyi nach sogar ein Gef\u00fchl von Gl\u00fcck. <a href=\"#ref1\">[1]<\/a> Flow kann dann eintreten, wenn die Aufgabe, mit der man sich auseinandersetzt, weder \u00fcber- (Anxiety) noch unterfordert (Boredom) und man m\u00f6glichst keinen Ablenkungen ausgesetzt ist. Wie bereits erw\u00e4hnt, kann Musik dazu beitragen, unerw\u00fcnschte Reize auszublenden und demnach vor Ablenkung sch\u00fctzen, was wiederum hilft, in diesen Zustand zu gelangen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5888\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Musik-und-Flow.jpg\" alt=\"Musik und Flow\" width=\"700\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Musik-und-Flow.jpg 3264w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Musik-und-Flow-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Musik-und-Flow-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><br \/>\nEs existieren sogar Studien, die aufzeigen, dass musikalische Untermalung die wahrgenommene Anstrengung bei physisch fordernden Aktivit\u00e4ten reduziert. <a href=\"#ref2\">[2]<\/a> Ein Blick auf die Laufb\u00e4nder in einem Fitnessstudio legt die Vermutung nahe, dass an dieser These etwas dran sein muss. Fast jeder Jogger dort tr\u00e4gt Kopfh\u00f6rer, um sich von den m\u00fcden Beinen abzulenken. Nun haben zumindest B\u00fcro-Jobs wenig mit Sport zu tun, aber wenn das funktioniert, warum sollte Musik dann nicht auch bei kognitiver Arbeit ein Hilfswerkzeug darstellen, um z.B. die Wahrnehmung von geistiger Erm\u00fcdung zu verringern?<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte argumentieren, dass Musikh\u00f6ren bereits eine kognitive Arbeit ist und \u00e4hnlichen Besch\u00e4ftigungen damit in die Quere kommt. Auch darauf gibt es wissenschaftliche Hinweise. Bei einem Experiment, welches die Wirkung von Pop-Songs auf introvertierte und extrovertierte Personen untersuchte, zeigte sich, dass beide Gruppen bestimmte Aufgaben besser bew\u00e4ltigen konnten, wenn Ruhe herrschte. Sie sollten Fragen zu einem zuvor gelesenen Text beantworten sowie sich m\u00f6glichst viele Objekte merken und anschlie\u00dfend aufz\u00e4hlen. Die Tatsache, dass introvertierte Menschen jedoch gr\u00f6\u00dfere Probleme hatten, macht deutlich, dass in dieser Hinsicht nicht alle Menschen gleich auf akustische Reize reagieren. <a href=\"#ref3\">[3]<\/a> Schlaflieder beweisen au\u00dferdem, dass Kl\u00e4nge nichts Anstrengendes sein m\u00fcssen und man vermutlich zwischen H\u00f6ren (passiv\/unterbewusst) und Zuh\u00f6ren (aktiv\/bewusst) unterscheiden darf.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu den Joggern: Diese h\u00f6ren nicht nur der Ablenkung wegen Musik. Motivation spielt vielleicht sogar eine gr\u00f6\u00dfere Rolle. Mit dem Rocky-Theme \u201eEye of the Tiger\u201c im R\u00fccken kann auch der tr\u00e4geste Mann einen Marathon bew\u00e4ltigen. So f\u00fchlt es sich zumindest manchmal an. Das Stichwort hierbei hei\u00dft <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mood-Management\">Mood Management<\/a> und ist Medienpsychologen schon lange ein Begriff. Dieser Theorie nach k\u00f6nnen Medien die Stimmung von Menschen beeinflussen und werden zu diesem Zweck auch bewusst von den Rezipienten eingesetzt. Wen die gute Laune bei der Arbeit im Stich l\u00e4sst, kann also eventuell mit seinem pers\u00f6nlichen Soundtrack gegensteuern.<\/p>\n<h3>\u201cDon\u2019t be shocked by the tone of my voice. It\u2019s the new weapon, weapon of choice.\u201d<span style=\"font-size: 12px;\"> \u2013 Weapon of Choice, Fatboy Slim<\/span><\/h3>\n<p>Das H\u00f6ren von Musik kann also sowohl im Alleingang als auch in der Gruppe den Arbeitsalltag positiv beeinflussen. Stellt sich noch die Frage, ob es einen Unterschied macht, was die Musik f\u00fcr Eigenschaften hat. Hat beispielsweise der Klassikliebhaber, abgesehen von der geschonten Nackenmuskulatur, einen Vorteil gegen\u00fcber dem Headbanger? Im Rahmen einer Studie an der University of Wisconsin hat Frances Rauscher 1993 den sogenannten Mozart-Effekt entdeckt und nachgewiesen, dass die Kompositionen des \u00d6sterreichers die Konzentration seiner Probanden f\u00f6rdern. <a href=\"#ref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Lange Zeit wurde dies der Beschaffenheit der Musik zugeschrieben, was sp\u00e4ter jedoch in Frage gestellt wurde. V\u00f6llig zu Recht, denn anderen Interpreten und Genres ist in der Studie gar keine Aufmerksamkeit geschenkt worden. Wie sich anschlie\u00dfend gezeigt hat, entfaltet Rock eine sehr \u00e4hnliche Wirkung, so lange der Rezipient etwas mit damit anfangen kann. Wenn jemand etwas h\u00f6rt, was ihm nicht gef\u00e4llt, bleibt der Effekt hingegen aus. Bestimmte unterbewusste Prozesse wurden allerdings nur durch klassische Musik angeregt, was darauf hinweist, dass die pers\u00f6nliche Pr\u00e4ferenz vielleicht nicht die einzige Rolle bei der Wahl der Arbeitsmusik spielen sollte.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Klassische-Musik-gegen-Rock.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5887\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Klassische-Musik-gegen-Rock.png\" alt=\"Klassische Musik oder Rock?\" width=\"700\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Klassische-Musik-gegen-Rock.png 1632w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Klassische-Musik-gegen-Rock-300x169.png 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Klassische-Musik-gegen-Rock-1024x576.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Lautst\u00e4rke ist ein weiteres Thema. Dass ohrenbet\u00e4ubender L\u00e4rm im B\u00fcro nicht vorteilhaft sein kann und eher Kopfschmerzen verursacht, als die Produktivit\u00e4t zu steigern, muss vermutlich nicht debattiert werden. Eine Studie an der University of Chicago hat jedoch gezeigt, dass m\u00e4\u00dfig laute Hintergrundger\u00e4usche (70 Dezibel) die Leistung bei kreativen Aufgaben positiv beeinflussen. Dies h\u00e4ngt wohl damit zusammen, dass die Informationsverarbeitung leicht gehemmt, daf\u00fcr jedoch abstraktes Denken angeregt wird. Bei h\u00f6herer Lautst\u00e4rke (85 Dezibel) ist wiederum ein Level erreicht, dass der kreativen Arbeit schadet. <a href=\"#ref5\">[5]<\/a> Es gilt also, den Volume-Regler gut auszubalancieren, um sich die Wirkung der Musik zu Nutze zu machen. Sich hierbei an konkreten Dezibel-Werten zu orientieren mag aber nicht der richtige Weg sein. Lieber auf das subjektive Empfinden R\u00fccksicht nehmen!<\/p>\n<p>Bei Aktivit\u00e4ten, die Lesen oder Schreiben involvieren (das kann gegebenenfalls auch Code sein) stellt sich die Frage, ob Gesang \u00e4hnlich ablenkend wirkt, wie jemand, der bei einer Unterhaltung st\u00e4ndig dazwischen redet. Einzelberichten der Centigrade-Kollegen nach greifen manche Menschen in solchen Situationen tats\u00e4chlich auf rein instrumentale Songs zur\u00fcck. Sprache dr\u00e4ngt sich nun einmal leichter in den Vordergrund, gerade wenn es sich um die Muttersprache des H\u00f6renden handelt. Englische Texte w\u00e4hrend der Arbeit zu ignorieren f\u00e4llt einem Deutschst\u00e4mmigen vermutlich einfacher.<\/p>\n<h3>\u201cBut you don\u2019t really care for music, do ya?\u201d<span style=\"font-size: 12px;\"> \u2013 Hallelujah, Leonard Cohen<\/span><\/h3>\n<p>Als Fazit dieses Blog-Artikels kann man wohl Folgendes stehen lassen: Wer Musik bei der Arbeit grunds\u00e4tzlich verteufelt, ignoriert ein einfaches Mittel zur Steigerung von Faktoren wie Konzentration, Kreativit\u00e4t, Motivation oder sogar Teamf\u00e4higkeit. Dabei sollte man aber im Hinterkopf behalten, dass Musik spielen nicht in jeder Situation oder bei jeder Aufgabe angebracht ist und au\u00dferdem auf soziale Normen abgestimmt werden sollte. Welche Art von Musik man h\u00f6rt scheint eine eher untergeordnete Rolle zu spielen, so lange sie gef\u00e4llt und den Zuh\u00f6rern nicht zu laut ist. Das hei\u00dft nat\u00fcrlich auch, dass man die Musik trotz des ganzen positiven Potentials niemandem aufzwingen sollte, der sich damit nicht wohl f\u00fchlt. Es soll ja schlie\u00dflich sogar Menschen geben, die mit Musik rein gar nichts anfangen k\u00f6nnen. Bei Centigrade sieht das allerdings anders aus.<\/p>\n<p>Hier ein Auszug aus den H\u00f6rgewohnheiten der Mitarbeiter:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#sascha.blaettgen\">Sascha Bl\u00e4ttgen<\/a> &#8211; iDisco (Farin Urlaub)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#andreas.burghart\">Andreas Burghart<\/a> &#8211; 10,000 Days (Tool)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#patrick.decker\">Patrick Decker<\/a> &#8211; Distress (Pestilence)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#patrick-andre.decker\">Patrick Andre Decker<\/a> &#8211; Sacrament of Wilderness (Nightwish)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#jenny.gemmell\">Jenny Gemmell<\/a> &#8211; Deus Ex: Human Revolution OST (Michael McCann)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#martin.hesseler\">Martin Hesseler<\/a> &#8211; Let&#8217;s Shake on It (Favorite Weapon)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#thomas.immich\">Thomas Immich<\/a> &#8211; Strawberry Fields Forever (The Beatles)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#alexander.keller\">Alexander Keller<\/a> &#8211; Pour Some Sugar on Me (Def Leppard)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#sarah.kempf\">Sarah Kempf<\/a> &#8211; Hideaway (Kiesza)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#simon.kieke\">Simon Kieke<\/a> &#8211; Run Boy Run (Woodkid)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#sebastian.korbas\">Sebastian Korbas<\/a> &#8211; Nova Baby (The Black Keys)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#robin.meyer\">Robin Meyer<\/a>\u00a0&#8211;\u00a0Rockets Fall on Rocket Falls (Godspeed You! Black Emperor)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#florian.moritz\">Florian Moritz<\/a> &#8211; Booty Swing (Parov Stelar)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#joerg.niesenhaus\">J\u00f6rg Niesenhaus<\/a> &#8211; Imperial March (John Williams)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#david.patrizi\">David Patrizi<\/a> &#8211; This is a Game (Nick Waterhouse)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#guenter.pellner\">G\u00fcnter Pellner<\/a> &#8211; Meine Freiheit, deine Freiheit (Die Kassierer)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#joerg.preiss\">J\u00f6rg Prei\u00df<\/a> &#8211; The Host of Seraphim (Dead Can Dance)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#luzie.seeliger\">Luzie Seeliger<\/a> &#8211; Don&#8217;t Swallow the Cap (The National)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#ronja.scherz\">Ronja Scherz<\/a> &#8211; Time in a Bottle (Jim Croce)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#jonas.stallmeister\">Jonas Stallmeister<\/a> &#8211; Miles Runs the Voodoo Down (Miles Davis)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#iris.woersdoerfer\">Iris W\u00f6rsd\u00f6rfer<\/a> &#8211; Die Gl\u00fccksmelodie aus dem Film &#8222;Kein Pardon&#8220;<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/company\/team#david.wuerfel\">David W\u00fcrfel<\/a> &#8211; Confined (As I Lay Dying)<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Referenzen<\/h4>\n<p><span id=\"ref1\">[1] Cs\u00edkszentmih\u00e1lyi, M. (2000). Beyond Boredom and Anxiety: Experiencing Flow in Work and Play. San Francisco, CA, US: Jossey-Bass.<\/span><br \/>\n<span id=\"ref2\">[2] Fritz, T. H. et al. (2013). Musical agency reduces perceived exertion during strenuous physical performance. PNAS Vol.\u00a0110\u00a0No.\u00a044.<\/span><br \/>\n<span id=\"ref3\">[3] Chamorro-Premuzic, T. et al. (2009). The Effects of Background Auditory Interference and Extraversion on Creative and Cognitive Task Performance. International Journal of Psychological Studies Vol.\u00a01\u00a0No.\u00a02.<\/span><br \/>\n<span id=\"ref4\">[4] Rauscher, F. H. et al. (1993). Music and spatial task performance. Nature Vol.\u00a0365\u00a0No.\u00a014.<\/span><br \/>\n<span id=\"ref5\">[5] Mehta, R. et al. (2012) Is Noise Always Bad? Exploring the Effects of Ambient Noise on Creative Cognition. Journal of Consumer Research Vol.\u00a039\u00a0No.\u00a04.<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":0,"template":"","tags":[],"class_list":["post-5867","blog","type-blog","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/5867","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/5867\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15881,"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/5867\/revisions\/15881"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5867"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5867"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}