{"id":7655,"date":"2017-03-24T15:00:58","date_gmt":"2017-03-24T14:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.centigrade.de\/blog\/de\/?p=7655"},"modified":"2018-04-11T16:36:32","modified_gmt":"2018-04-11T14:36:32","slug":"deepsight-ein-blick-in-die-zukunft-von-augmented-reality","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/blog\/deepsight-ein-blick-in-die-zukunft-von-augmented-reality\/","title":{"rendered":"DeepSight &#8211; Ein Blick in die Zukunft von Augmented Reality"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Festo-DeepSight-Teaser-web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7690 size-full\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Festo-DeepSight-Teaser-web.jpg\" alt=\"Festo-DeepSight-Teaser\" width=\"1200\" height=\"801\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Festo-DeepSight-Teaser-web.jpg 1200w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Festo-DeepSight-Teaser-web-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Festo-DeepSight-Teaser-web-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Festo-DeepSight-Teaser-web-1024x684.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein Schichtf\u00fchrer steht in einer gro\u00dfen Maschinenhalle und \u00fcberwacht die Produktion. Von seinem Standpunkt aus kann er die gesamte Halle \u00fcberblicken. Er hat keinen Laptop bei sich, auch kein Tablet, nicht einmal ein Smartphone. Stattdessen tr\u00e4gt er eine unscheinbare Brille und l\u00e4sst den Blick langsam \u00fcber die einzelnen Maschinen schweifen. L\u00e4sst er seinen Blick auf einer der Maschinen ruhen, so \u00f6ffnet sich in seinem Sichtfeld ein Fenster, das die wichtigsten Informationen zum aktuellen Status der Maschine enth\u00e4lt. Der Schichtf\u00fchrer kann so kontrollieren, an welchem Auftrag die Maschine gerade arbeitet, wie hoch die bereits produzierte St\u00fcckzahl ist und ob alle Werkzeuge fehlerfrei funktionieren. Wendet er seinen Blick von der Maschine ab, so verschwindet das Fenster wieder und er kann sich erneut frei in der Halle umschauen.<\/p>\n<p>Eine vielversprechende Vision, aber ist sie auch realistisch? Mit dem heutigen Stand der Technologie (M\u00e4rz 2017) muss man wohl sagen: \u201eLeider noch nicht.\u201c<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Update 2018: Mittlerweile finden die Ergebnisse dieser Studie bereits Eingang in konkrete Augmented Reality und Virtual Reality Projekte. <a href=\"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/leistungen\/3d-visualisierung#set-3D\">Informieren Sie sich hier \u00fcber unsere 3D Dienstleistungen.<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch die Fortschritte von Unternehmen wie <a href=\"https:\/\/www.microsoft.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Microsoft<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.magicleap.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Magic Leap<\/a> oder auch <a href=\"https:\/\/daqri.com\/about\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DAQRI<\/a> bei der Entwicklung von entsprechenden Brillen legen nahe, dass Augmented Reality bereits in naher Zukunft einsatzbereit sein wird. Dies bedeutet einen gewaltigen Schritt hin zur Industrie 4.0: \u00dcber den gesamten Produktherstellungsprozess hinweg k\u00f6nnten Werker bei ihrer t\u00e4glichen Arbeit unterst\u00fctzt werden. Doch wie k\u00f6nnen wir diese neue Technologie nutzen? Wie k\u00f6nnen wir schon jetzt Erfahrungen sammeln, um beim Erscheinen der einsatzf\u00e4higen Ger\u00e4te benutzerfreundliche Anwendungen entwickeln zu k\u00f6nnen, mit denen sich Augmented Reality effizient und effektiv in den Arbeitsalltag integrieren l\u00e4sst?<\/p>\n<p>Mit dem Projekt DeepSight haben wir bei Centigrade einen Weg gefunden, schon jetzt Augmented Reality Anwendungen zu prototypen und dabei zugleich auch m\u00f6gliche Vorteile dieser vielversprechenden Technologie erkennen und nutzen zu lernen. Dazu haben wir auf eine andere Technologie zur\u00fcckgegriffen, die in diesem Kontext \u00fcberraschend wirken k\u00f6nnte: Virtual Reality.<\/p>\n<blockquote><p>&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Warum nicht gleich mit AR arbeiten?<\/h3>\n<p>Seit dem Erscheinen der <em>HoloLens<\/em> im letzten Herbst tauchen verst\u00e4rkt neue vision\u00e4re Berichte und Videos wie dieses auf, die zeigen, wie Menschen bei ihrer t\u00e4glichen Arbeit mit Augmented Reality Brillen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnten. <a href=\"http:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s40436-015-0131-4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Augmented Reality<\/a> (kurz: AR), das Erweitern der Realit\u00e4t durch zus\u00e4tzliche virtuelle Elemente, k\u00f6nnte auch in den verschiedensten Bereichen der Industrie sinnvoll zum Einsatz kommen. So k\u00f6nnte beispielsweise die Planung, Entwicklung und Wartung von Produkten ma\u00dfgeblich verbessert werden<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><\/a>. Allerdings haben diese vielversprechenden Aussichten noch einen Haken: Im Augenblick sind sie nicht mehr als Visionen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich war das Erscheinen der <em>HoloLens<\/em> ein erster gro\u00dfer Schritt f\u00fcr diese Technologie. Auch andere Hersteller arbeiten gerade fieberhaft an ihren eigenen AR-Brillen oder bringen bereits erste Prototypen auf den Markt. Dennoch weisen die verf\u00fcgbaren AR-Brillen noch viele <a href=\"http:\/\/www.pcworld.com\/article\/3039822\/consumer-electronics\/we-found-7-critical-hololens-details-that-microsoft-hid-inside-its-developer-docs.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beschr\u00e4nkungen<\/a> auf<a href=\"http:\/\/www.pcworld.com\/article\/3039822\/consumer-electronics\/we-found-7-critical-hololens-details-that-microsoft-hid-inside-its-developer-docs.html\" name=\"_ftnref2\"><\/a>. So sind die meisten Ger\u00e4te aktuell alles andere als unscheinbar, sondern liegen schwer auf dem Kopf und schr\u00e4nken die Sicht ihres Tr\u00e4gers durch abgedunkelte Gl\u00e4ser ein. Auch der Bereich, in dem tats\u00e4chlich virtuelle Elemente eingeblendet werden k\u00f6nnen, ist zurzeit noch sehr klein. Beispielsweise ist das Blickfeld bei der <em>HoloLens<\/em> lediglich 30\u00b0\u00d718\u00b0 gro\u00df. Das <a href=\"https:\/\/www.brillen-sehhilfen.de\/auge\/gesichtsfeld.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesichtsfeld<\/a> eines Menschen hingegen hat \u00fcblicherweise eine Gr\u00f6\u00dfe von 180\u00b0\u00d7130\u00b0<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><\/a>. Das bedeutet, dass jeweils nur ein sehr kleiner Ausschnitt der Realit\u00e4t mit virtuellen \u00dcberblendungen angereichert werden kann.<\/p>\n<p>Auch haben die meisten AR-Brillen nur sehr geringe Akkulaufzeiten, was die Mobilit\u00e4t ihrer Tr\u00e4ger begrenzt. Die Anforderung, dass Augmented Reality Systeme vollst\u00e4ndig in Echtzeit agieren sollen, stellt zudem eine der gr\u00f6\u00dften und kritischsten Herausforderungen dar. Letztlich m\u00fcssen AR-Brillen f\u00fcr den Einsatz im industriellen Umfeld nicht nur die technischen Probleme \u00fcberwinden, sondern auch Sicherheitskriterien erf\u00fcllen. Somit bedarf es noch einigen Weiterentwicklungen dieser Technologie, bis unsere Visionen tats\u00e4chlich zum Leben erweckt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_7662\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/GartnerHypeCycle.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7662\" class=\"wp-image-7662 size-full\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/GartnerHypeCycle.jpg\" alt=\"Gartner Hype Cycle for Emerging Technologies\" width=\"1000\" height=\"792\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/GartnerHypeCycle.jpg 1000w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/GartnerHypeCycle-300x238.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/GartnerHypeCycle-768x608.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7662\" class=\"wp-caption-text\">Aktuelle Studie von Gartner, dem weltweit f\u00fchrenden IT-Marktforschungsunternehmen, Quelle: <a href=\"http:\/\/www.gartner.com\/technology\/research.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gartner<\/a>, Juli 2016<\/p><\/div>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><\/a>Die aktuelle Gartner-Studie f\u00fcr aufstrebende Technologien prophezeit, dass Augmented Reality in f\u00fcnf bis zehn Jahren im produktiven Einsatz sein wird. Doch auch wenn Augmented Reality sich zurzeit noch in der Entwicklung befindet, ist dies kein Grund, sich davon abzuwenden und abzuwarten. Vielmehr bietet uns dieser Zeitraum die M\u00f6glichkeit, Anteil an der Entwicklung zu nehmen und st\u00fcckweise auf die Realisierung der jetzigen Visionen hinzuarbeiten.<\/p>\n<p>Aber die Technologie wirft nicht nur im Hardware-Bereich Fragen auf, sondern stellt auch vollkommen neue Herausforderungen an die Software. Vor allem das User Interface und die damit verbundenen Nutzerinteraktionen m\u00fcssen hier v\u00f6llig neu betrachtet werden. Durch die zus\u00e4tzliche dritte Dimension sind g\u00e4ngige Designmethoden nicht mehr anwendbar. Auch stellen sich v\u00f6llig neue Fragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie k\u00f6nnen virtuelle Elemente so in die reale Welt integriert werden, dass Benutzer optimal darauf zugreifen k\u00f6nnen?<\/li>\n<li>Wie sollten AR-Elemente aktiviert und deaktiviert werden, um den Benutzer bei seiner Aufgabe zu unterst\u00fctzen, ohne ihn abzulenken oder bei seiner Arbeit zu behindern?<\/li>\n<li>Wie sollten virtuelle Elemente positioniert und gestaltet werden, um eine gute Lesbarkeit und ein ergonomisches Arbeitsumfeld zu gew\u00e4hrleisten?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen Benutzer mit den AR-Elementen auf intuitive Weise interagieren?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Rahmen meiner Masterthesis habe ich im letzten halben Jahr mit dem Projekt \u201eDeepSight\u201c versucht, einige Antworten auf diese Fragen zu finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00a0Die Vision<\/h3>\n<p>Mit DeepSight sollte anhand eines kurzen Szenarios ein Blick in die Zukunft von Augmented Reality geworfen werden. Gemeinsam mit der Festo Polymer GmbH arbeiteten wir daher unsere Vision eines durch Augmented Reality unterst\u00fctzten Schichtf\u00fchrers heraus. Wie bereits zu Beginn dieses Artikels angedeutet, sollte der Schichtf\u00fchrer an einer erh\u00f6hten Position innerhalb einer Maschinenhalle stehen und alle dort befindlichen Maschinen \u00fcberwachen k\u00f6nnen. Fokussiert er eine Maschine, so sollten Informationen zum aktuellen Auftrag der Maschine eingeblendet werden. Der Schichtf\u00fchrer sollte dann die M\u00f6glichkeit haben, durch Druck auf einen Knopf weitere Details zu diesem Auftrag zu erhalten. Im Rahmen des Szenarios sollte au\u00dferdem ein Fehler an einem Werkzeug innerhalb einer Maschine auftreten k\u00f6nnen. Durch ein AR-Element sollte der Schichtf\u00fchrer auf den Fehler aufmerksam gemacht werden, sodass er den Blick auf die betroffene Maschine richten und den Fehler beheben kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_7661\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7661\" class=\"wp-image-7661 size-full\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Szenario-Scribble.jpg\" alt=\"Deep Sight-Szenario-Scribble\" width=\"1000\" height=\"675\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Szenario-Scribble.jpg 1000w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Szenario-Scribble-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Szenario-Scribble-768x518.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-7661\" class=\"wp-caption-text\">Der Schichtf\u00fchrer \u00fcberwacht die Maschinenhalle mithilfe einer AR-Brille<\/p><\/div>\n<p>Anhand dieses Szenarios sollte ein AR User Interface, sowie ein AR-Interaktionskonzept ausgearbeitet und implementiert werden. Dabei sollte jedoch davon ausgegangen werden, dass f\u00fcr die Nutzung der Anwendung eine AR-Brille verwendet wird, die alle aktuellen Beschr\u00e4nkungen bereits \u00fcberwunden hat. Nun ist es nat\u00fcrlich schwierig, eine solche Anwendung zu entwickeln und zu testen, wenn die daf\u00fcr ben\u00f6tigte Hardware noch nicht existiert. Aus diesem Grund musste ich ein wenig \u201eschummeln\u201c und einen Umweg \u00fcber eine andere Technologie nehmen: Virtual Reality (kurz: VR).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Von VR zu AR<\/h3>\n<p>Was ist der Unterschied zwischen Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR)? W\u00e4hrend der Tr\u00e4ger einer AR-Brille seine reale Umgebung betrachtet, die lediglich um einige virtuelle Elemente erg\u00e4nzt wird, wird der Tr\u00e4ger einer VR-Brille vollst\u00e4ndig in eine virtuelle Umgebung versetzt und hat keine visuelle Verbindung mehr zur Realit\u00e4t.<\/p>\n<div id=\"attachment_7671\" style=\"width: 1210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7671\" class=\"wp-image-7671 size-full\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2017-03-24-um-11.35.37.jpg\" alt=\"VR-Brille vs AR-Brille\" width=\"1200\" height=\"625\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2017-03-24-um-11.35.37.jpg 1200w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2017-03-24-um-11.35.37-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2017-03-24-um-11.35.37-768x400.jpg 768w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2017-03-24-um-11.35.37-1024x533.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><p id=\"caption-attachment-7671\" class=\"wp-caption-text\">links: VR-Brille, rechts: AR-Brille<\/p><\/div>\n<p>VR-Brillen sind heute schon ein wenig weiter entwickelt, als AR-Brillen. Zwar weisen auch sie noch einige Schw\u00e4chen auf, allerdings bieten sie ihrem Nutzer ein gro\u00dfes Sichtfeld und auch die M\u00f6glichkeit, sich in einem gewissen Rahmen in der virtuellen Umgebung zu bewegen. So eignet sich der derzeitige Stand der VR-Technologie bereits sehr gut, um Simulationen zu erstellen. Meist werden auf diese Weise reale Begebenheiten abgebildet, was beispielsweise in der Planungsphase eines Projektes n\u00fctzlich sein kann, oder auch zu Ausbildungs- und Trainingszwecken sinnvoll ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr DeepSight wollte ich den Nutzer passend zu unserem Szenario in eine Maschinenhalle versetzen. Ein Nutzer der DeepSight-Anwendung sollte somit beim Anziehen der VR-Brille in die Rolle des Schichtf\u00fchrers schl\u00fcpfen. Dabei sollte er das Gef\u00fchl haben, sich tats\u00e4chlich in einer realen Maschinenhalle zu befinden. Das Einzige, das ihm beim Umblicken in der Halle nicht real erscheint, sollten die Einblendungen mit den Informationen zu den Maschinen sein. Auf diese Weise sollte es m\u00f6glich werden, das AR User Interface und die AR-Interaktionen passend zum Szenario zu entwickeln und mithilfe der VR-Anwendung zu testen.<\/p>\n<p>Das Ganze mag an dieser Stelle noch ein wenig verwirrend klingen. Lassen Sie mich daher ein kurzes Beispiel anbringen:<\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor, Sie tragen eine AR-Brille. Sie sind zu Hause in ihrem Wohnzimmer. Vor Ihnen liegen einige Gegenst\u00e4nde. Wenn Sie eines der Objekte anblicken, erscheint dar\u00fcber ein kleines Schild, auf dem der Name des Gegenstandes steht. Soweit, so gut.<br \/>\nStellen Sie sich nun vor, sie tragen eine VR-Brille. Diese deckt Ihr Sichtfeld komplett ab. Somit befinden Sie sich zwar k\u00f6rperlich noch immer in ihrem Wohnzimmer, doch in der Brille sehen sie pl\u00f6tzlich eine weitl\u00e4ufige, idyllische Landschaft vor sich. Auch dort liegen einige Gegenst\u00e4nde vor Ihnen und es wird der Name eines Objektes eingeblendet, sobald Sie es anblicken. F\u00fcr Sie besteht der einzige praktische Unterschied zwischen den beiden Brillen somit darin, dass die VR-Brille sie visuell an einen anderen Ort versetzt. Die Interaktion, die Sie in diesem Rahmen vornehmen k\u00f6nnen, das Anschauen der Objekte und das damit verbundene Aktivieren des Namensschildes, bleibt jedoch die gleiche. Auch die Anordnung der Schilder und ihre visuelle Gestaltung ist genau die gleiche, wie in der AR-Brille.<\/p>\n<p>Eben aus diesem Grund ist es m\u00f6glich, AR User Interfaces und AR-Interaktionen bereits jetzt zu entwickeln und mit einer VR-Brille zu testen. Damit das Testen jedoch auch richtig funktioniert, muss der Nutzer der Anwendung sich in der virtuellen Umgebung wirklich pr\u00e4sent f\u00fchlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Sinne des Nutzers ansprechen<\/h3>\n<p>Die meisten VR-Anwendungen versetzen den Tr\u00e4ger der VR-Brille in eine Welt, die aus am Computer generierten 3D-Modellen und Animationen besteht. Je nachdem, welche Objekte auf diese Weise dargestellt werden und wie viel Zeit f\u00fcr deren Erstellung aufgewendet wird, kann eine solche virtuelle Umgebung mehr oder weniger realistisch wirken.<\/p>\n<p>Damit der Nutzer sich in der virtuellen Umgebung pr\u00e4sent f\u00fchlen konnte, war es f\u00fcr die DeepSight-Anwendung sehr wichtig, dass die Maschinenhalle und alles, was darin vor sich geht, m\u00f6glichst real wirkte. Aus diesem Grund entschieden wir, anstelle von 3D-Modellen einen Real-Film der Maschinenhalle der Festo Polymer GmbH zu verwenden. Um dabei einen m\u00f6glichst guten Tiefeneffekt zu erzielen und dem Nutzer das Gef\u00fchl zu geben, sich tats\u00e4chlich innerhalb der Halle zu befinden, nahmen wir den Film stereoskopisch mit zwei 360\u00b0-Kameras auf. Zus\u00e4tzlich erstellten wir eine Tonaufnahme, um sp\u00e4ter auch die Ger\u00e4uschkulisse in der Anwendung wiedergeben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mithilfe des so entstandenen Materials konnte bereits eine erste Version der VR-Anwendung erstellt werden, die es dem Tr\u00e4ger der VR-Brille erlaubte, die Maschinenhalle virtuell zu besuchen.<\/p>\n<div id=\"attachment_7657\" style=\"width: 880px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7657\" class=\"wp-image-7657 size-full\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-EinzelbildVideo.jpg\" alt=\"DeepSight - Einzelbild \" width=\"870\" height=\"649\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-EinzelbildVideo.jpg 870w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-EinzelbildVideo-300x224.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-EinzelbildVideo-768x573.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><p id=\"caption-attachment-7657\" class=\"wp-caption-text\">Die Aufnahme der Maschinenhalle<\/p><\/div>\n<p>Aufgrund der erh\u00f6hten Position der Kamera bei der Aufnahme des Films hatte man bereits jetzt den Eindruck, von oben in eine tiefe Halle hinab zu blicken. Der Eindruck der bewegten Halle in Kombination mit den Ger\u00e4uschen der arbeitenden Maschinen war schon jetzt beeindruckend. Um dem Nutzer nun auch einen festen Halt innerhalb der Halle zu geben, erg\u00e4nzte ich den Film um einen aus einfachen 3D-Modellen bestehenden Raum, der nach vorne hin zur Maschinenhalle ge\u00f6ffnet ist, jedoch durch ein Gel\u00e4nder begrenzt wird. Das Resultat lie\u00df ich von einigen Kollegen testen.<\/p>\n<p>Zu beobachten, wie die Tester sich beim Umblicken in der Halle verhielten war sehr interessant und brachte mich mehrmals zum schmunzeln. Viele von ihnen gingen nach vorne an das virtuelle Gel\u00e4nder, um m\u00f6glichst viel von der Maschinenhalle sehen zu k\u00f6nnen. Dabei beugten sich manche vorsichtig \u00fcber die virtuelle Begrenzung, darum bem\u00fcht, sie ja nicht zu ber\u00fchren. Andere wiederum, griffen nach dem Gel\u00e4nder und lachten anschlie\u00dfend \u00fcber ihr eigenes Verhalten &#8211; denn das Gel\u00e4nder existierte ja nur in der virtuellen Welt. Zu sehen, wie meine Kollegen mit dem virtuellen Gel\u00e4nder interagierten, brachte uns auf die Idee, die Anwendung durch ein reales Gegenst\u00fcck des Gel\u00e4nders zu erg\u00e4nzen. Aus PVC-Rohren und Rohrverbindern bauten wir ein prototypisches Gel\u00e4nder auf und positionierten es entsprechend dem virtuellen Pendant. Und tats\u00e4chlich &#8211; beinahe jeder, der nun die Anwendung f\u00fcr mich testete, legte seine Hand auf dem Gel\u00e4nder ab.<\/p>\n<div id=\"attachment_7659\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7659\" class=\"wp-image-7659 size-full\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-LeuteAmGelaender.jpg\" alt=\"DeepSight - Leute am Gelaender\" width=\"1000\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-LeuteAmGelaender.jpg 1000w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-LeuteAmGelaender-300x112.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-LeuteAmGelaender-768x287.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-7659\" class=\"wp-caption-text\">Testpersonen interagieren auf unterschiedliche Weise mit dem Gel\u00e4nder<\/p><\/div>\n<p>Diese Tests machten bereits zu einem fr\u00fchen Zeitpunkt des Projektes deutlich, dass ein Gef\u00fchl von Pr\u00e4senz innerhalb einer virtuellen Umgebung nur durch das Ansprechen m\u00f6glichst vieler Sinne erreicht werden kann. Die virtuelle Umgebung nicht nur sehen, sondern auch h\u00f6ren und sogar ber\u00fchren zu k\u00f6nnen verst\u00e4rkt in jedem Fall den Eindruck, tats\u00e4chlich dort zu sein. Diesen Effekt haben wir bereits in einem fr\u00fcheren Forschungsprojekt <a href=\"http:\/\/www.centigrade.de\/de\/blog\/deepgrip-virtual-reality-zum-anfassen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(DeepGrip)<\/a> genauer untersucht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Augmented Reality User Interface und Interaktionskonzept<\/h3>\n<p>Nun, da es gelungen war, die Maschinenhalle in der VR-Anwendung abzubilden, konnte ich mich endlich dem eigentlichen Ziel meiner Arbeit widmen: Das Entwickeln des AR-Interaktionskonzeptes und des AR User Interfaces. Ich war gespannt: Inwiefern w\u00fcrde sich die Gestaltung eines 3D-Interfaces von der eines 2D-Interfaces unterscheiden?<\/p>\n<p>Um das Szenario des Schichtf\u00fchrers abbilden zu k\u00f6nnen, stellte mir die Festo Polymer GmbH einige Daten zu den Auftr\u00e4gen der einzelnen Maschinen zur Verf\u00fcgung. Anhand dieser Daten konnte ich die AR-Elemente gestalten, die beim Anblicken einer Maschine im Blickfeld des Nutzers erscheinen sollten. Zun\u00e4chst experimentierte ich mit verschiedenen Farben und Schriftgr\u00f6\u00dfen, die ich anschlie\u00dfend direkt in der VR-Brille begutachtete. Dabei fiel auf, dass besonders die Abbildung von klar lesbarer Schrift ein Problem darstellte. Die relativ geringe Aufl\u00f6sung der VR-Brille erlaubte somit nicht die Verwendung von schlanken oder kleinen Schriften, weshalb die AR-Elemente relativ gro\u00df sein mussten. Farblich konnte mit schwarzen Hintergrundfl\u00e4chen ein Kontrast zur hellen Maschinenhalle gebildet werden, um eine klare Erkennbarkeit der AR-Elemente sicherzustellen.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes musste ich herausfinden, wie ich die AR-Elemente am besten in der Maschinenhalle positionieren konnte. Wenn der Nutzer seinen Blick auf eine Maschine richtet, sollte stets ein AR-Element ge\u00f6ffnet werden, das die Daten zu dieser Maschine beinhaltet. Somit sollte das AR-Element als Overlay direkt in der Maschinehalle zu sehen sein und eine klare Verbindung zu der entsprechenden Maschine haben. Zun\u00e4chst positionierte ich das Overlay daher wie ein Schild direkt oberhalb der jeweils betrachteten Maschine. Ich lie\u00df die Anwendung erneut von einigen Kollegen testen. Dabei stellten wir fest, dass das AR-Element zwar gut erkennbar war, die Tester jedoch den Blick heben mussten, um seinen Inhalt lesen zu k\u00f6nnen. Den Blick von der Maschine abzuwenden widerstrebte jedoch allen Testern, da sie bef\u00fcrchteten, ihre Selektion zu verlieren und die Notwendigkeit, den Kopf zu bewegen, als unangenehm empfanden. Auch beschwerten sich einige Kollegen dar\u00fcber, dass die Overlays stets senkrecht auf den Maschinen standen. Gerade bei den Maschinen, die sich nah beim Nutzer befinden, waren die AR-Elemente dabei schlecht lesbar.<\/p>\n<p>Durch iteratives Anpassen und Testen konnte ich somit schlie\u00dflich feststellen, dass die Overlays f\u00fcr eine ergonomische K\u00f6rperhaltung beim Lesen am besten leicht schr\u00e4g ausgerichtet sein sollten, sodass sie immer dem Nutzer zugewandt sind. Auch sollte die Kopfbewegung, die der Nutzer nach dem Erscheinen des AR-Elements machen muss, um seinen Inhalt lesen zu k\u00f6nnen, m\u00f6glichst klein sein. Indem ich die Overlays seitlich zu den Maschinen zum Gang hin positionierte und ihre Ausrichtung stets anhand der Kopfrotation des Nutzers beim Einblenden berechnete, konnte ich eine Darstellungsweise finden, die alle Tester als angenehm empfanden.<\/p>\n<div id=\"attachment_7660\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7660\" class=\"wp-image-7660 size-full\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Overlays-VorherNachher-RechteSeite.jpg\" alt=\"DeepSight - Overlays Vorher Nachher - Rechte Seite\" width=\"1000\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Overlays-VorherNachher-RechteSeite.jpg 1000w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Overlays-VorherNachher-RechteSeite-300x126.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Overlays-VorherNachher-RechteSeite-768x322.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-7660\" class=\"wp-caption-text\">Positionierung und Ausrichtung der AR-Overlays in der Maschinenhalle &#8211; links vor den Tests, rechts danach<\/p><\/div>\n<p>Nun konnte ich mich dem Interaktionskonzept widmen. Ein Nutzer der DeepSight-Anwendung sollte durch das Anblicken einer Maschine das zugeh\u00f6rige Overlay \u00f6ffnen k\u00f6nnen. Wo der Tr\u00e4ger der VR-Brille gerade hinschaut, wurde dabei anhand der Kopfbewegungen bestimmt. Um den Nutzern die Steuerung zu erleichtern, erstellte ich einen dezenten Cursor, der sich \u00e4hnlich wie ein Mauszeiger mit den Kopfbewegungen des Nutzers mit bewegt. Nachdem er ein AR-Element aktiviert hat, sollte der Nutzer auf Wunsch weitere Details zu der ausgew\u00e4hlten Maschine aufrufen k\u00f6nnen. Um diese Interaktion zu erm\u00f6glichen, wurde der zu der VR-Brille geh\u00f6rige Controller verwendet. Durch das Dr\u00fccken eines bestimmten Knopfes kann der Nutzer so in die Detailansicht zu einer Maschine wechseln. Dort hat er dann die M\u00f6glichkeit, verschiedene Men\u00fcelemente durch seine Kopfbewegung auszuw\u00e4hlen und durch erneuten Knopfdruck weitere Interaktionen vorzunehmen. So kann er die Maschine ausschalten oder ein Werkzeug aussortieren. Die Detailansicht kann er ebenfalls \u00fcber ein Men\u00fcelement verlassen, oder durch das Dr\u00fccken eines Zur\u00fcck-Buttons auf dem Controller.<\/p>\n<div id=\"attachment_7656\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7656\" class=\"wp-image-7656 size-full\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Detailansicht.jpg\" alt=\"DeepSight - Detailansicht zu einer Maschine\" width=\"1000\" height=\"497\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Detailansicht.jpg 1000w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Detailansicht-300x149.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-Detailansicht-768x382.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-7656\" class=\"wp-caption-text\">Detailansicht zu einer Maschine<\/p><\/div>\n<p>Um das Szenario vollst\u00e4ndig umzusetzen musste ich auch das Auftreten eines Fehlers an einem Werkzeug einer Maschine simulieren. Dazu erstellte ich ein einfaches Warndreieck als Symbol, das beim Ausl\u00f6sen eines Fehlers \u00fcber der entsprechenden Maschine erscheinen sollte. Gleichzeitig wird ein Warnton abgespielt, um den Nutzer, unabh\u00e4ngig von seiner aktuellen Blickrichtung, auf den Fehler aufmerksam zu machen. Durch das Ausschalten der betroffenen Maschine oder das Aussortieren des fehlerhaften Werkzeugs kann der Nutzer den Fehler anschlie\u00dfend beheben. Alle Ver\u00e4nderungen, die der Nutzer auf diese Weise an den Maschinen vornimmt, spiegeln sich anschlie\u00dfend in den angezeigten Daten wieder, sodass dieser direkt die Wirksamkeit seines Eingreifens \u00fcberpr\u00fcfen kann.<\/p>\n<p>So konnte das gesamte Szenario des durch Augmented Reality unterst\u00fctzten Schichtf\u00fchrers im Rahmen der Anwendung umgesetzt werden. Doch wie intuitiv ist diese Umsetzung? Verstehen Nutzer auch ohne vorherige Einweisung, wie sie in der Maschinenhalle interagieren k\u00f6nnen? Wird die Kombination aus Blickselektion und Knopfdruck als angenehm und selbsterkl\u00e4rend empfunden, oder eher als umst\u00e4ndlich und kompliziert? Um Festzustellen, ob es mir gelungen war, eine benutzerfreundliche AR-Interaktion sowie ein verst\u00e4ndliches, ansprechendes User Interface zu entwickeln, f\u00fchrte ich eine Nutzerstudie durch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 id=\"nutzerstudie\">Die Nutzerstudie<\/h3>\n<p>Nach monatelanger Arbeit war nun also die Stunde der Wahrheit gekommen. Wie w\u00fcrden Personen, die noch keinerlei Informationen \u00fcber das Projekt DeepSight hatten, mit der Anwendung zurechtkommen? Ich lud nacheinander 33 Testpersonen ein, um an meiner Studie teilzunehmen. Dabei stammte keiner der Teilnehmer aus dem industriellen Umfeld. Da ich lediglich das Interaktionskonzept testen wollte, das in dieser Art genauso gut in einem anderen Kontext wiederverwendet werden k\u00f6nnte, sollte jeder an der Studie teilnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um herauszufinden, ob meine Probanden intuitiv mit der Anwendung umgehen konnten, gab ich ihnen keine Hinweise dazu, wie sie in der Maschinenhalle interagieren sollten. Jeder Teilnehmer bekam zu Beginn eine kurze Einf\u00fchrung, in der ich ihm erz\u00e4hlte, dass er gleich in die Rolle eines Schichtf\u00fchrers schl\u00fcpfen w\u00fcrde. Ich erkl\u00e4rte der Testperson, dass ihre Aufgabe in dieser Rolle darin besteht, die Maschinen in einer Halle zu \u00fcberwachen. Auch sollte sie beim Auftreten eines Fehlers versuchen, diesen zu beheben. Nach dem Start der Anwendung fand keine Kommunikation mehr zwischen der Testleitung und dem Teilnehmer statt. Der Proband war in seiner neuen Rolle als Schichtf\u00fchrer auf sich alleine gestellt.<\/p>\n<p>Ein Testdurchlauf dauerte ca. 3 Minuten. Ich gab jeder Testperson zun\u00e4chst ein wenig Zeit, um sich in der Halle umzuschauen und zu verstehen, dass sie durch das Anblicken von Maschinen AR-Overlays aktivieren konnte. Dann triggerte ich den ersten Fehler. Das Bild der VR-Brille wurde auf meinen Bildschirm \u00fcbertragen und so konnte ich gespannt beobachten, wie der Teilnehmer reagierte. Manche gingen sehr systematisch vor, um herauszufinden, was sie tun konnten. Andere waren sichtlich nerv\u00f6s, bis sie die L\u00f6sung gefunden hatten. Ich fieberte mit jeder Testperson mit und freute mich, zu sehen, dass sie nach dem erfolgreichen Beheben des ersten Fehlers beim zweiten und dritten Fehler bereits bei weitem sicherer und schneller wurden.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich zeigten auch die Testergebnisse, dass die Teilnehmer schnell lernten, mit dem System zu interagieren.<\/p>\n<div id=\"attachment_7658\" style=\"width: 712px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7658\" class=\"wp-image-7658 size-full\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-LernkurveFehlerBeheben.jpg\" alt=\"DeepSight- Lernkurve Fehler Beheben\" width=\"702\" height=\"385\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-LernkurveFehlerBeheben.jpg 702w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/DeepSight-LernkurveFehlerBeheben-300x165.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 702px) 100vw, 702px\" \/><p id=\"caption-attachment-7658\" class=\"wp-caption-text\">Lernkurve beim Beheben der drei Fehler<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Testergebnisse<\/h3>\n<p>29 der 33 Teilnehmer schafften es, alle 3 Fehler zu beheben. 2 Testpersonen konnten nur zwei Fehler beheben, wobei ein Proband bereits vor dem Auftreten des Fehlers eine Maschine ausgeschaltet hatte. Die \u00fcbrigen 2 Teilnehmer l\u00f6sten keinen der auftretenden Fehler. Dabei hatte ein Proband gro\u00dfe Schwierigkeiten, die Inhalte der AR-Overlays zu lesen. Er erkl\u00e4rte, dass er sehr unterschiedliche Sehst\u00e4rken auf beiden Augen hat, weshalb die stereoskopische Darstellung in der VR-Brille bei ihm vermutlich nicht richtig funktionierte. Die andere Testperson, die keinen Fehler l\u00f6sen konnte, sagte, dass sie sich allgemein sehr unsicher im Umgang mit Technologie f\u00fchle. Der Eindruck der Maschinenhalle hatte ihr dennoch gut gefallen.<\/p>\n<p>Im Anschluss an den Test f\u00fchrte ich mit jedem Teilnehmer ein kurzes Interview und lie\u00df ihn einen Fragebogen ausf\u00fcllen. So untersuchte ich das Pr\u00e4senz-Gef\u00fchl mit dem standardisierten <a href=\"http:\/\/www.igroup.org\/pq\/ipq\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IPQ-Fragebogen<\/a><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><\/a>, sowie die Benutzerfreundlichkeit der Anwendung mit dem standardisierten <a href=\"https:\/\/measuringu.com\/sus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SUS-Fragebogen<\/a>. Bereits im Interview wurde deutlich, dass die meisten Teilnehmer ihren Ausflug in die Maschinenhalle sehr positiv empfunden hatten. Vor allem die Anwesenheit von Mitarbeitern in der Halle wurde mehrfach angesprochen. Zudem sprachen viele Probanden die Kombination aus visuellen und auditiven Eindr\u00fccken an. Auch das Interaktionskonzept wurde von den Teilnehmern sehr positiv angenommen und als einfach empfunden. Hier ein kleiner Einblick in die Eindr\u00fccke der Testpersonen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs hat viel ausgemacht, dass dort wirklich Menschen gearbeitet haben. Das hat sich richtig lebendig angef\u00fchlt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch fand das Gesamtbild war sehr stimmig. Du hast das Gef\u00fchl du bist da drin, dadurch dass du es visuell hast und auch akustisch.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Bedienung durch Anschauen fand ich wirklich \u00fcberraschend komfortabel und einfach. Wenn man mir das vorher beschrieben h\u00e4tte, h\u00e4tte ich gedacht es w\u00e4re wesentlich umst\u00e4ndlicher und unangenehmer. Aber man konnte einfach hinschauen und dann ist etwas aufgepoppt. Das fand ich \u00fcberraschend gut.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch fand es faszinierend, dass es auf meinen Blick reagiert. Dass ich da hingucke, und dass sehe ich was. Das hat mir Spa\u00df gemacht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMan hat wirklich so ein bisschen das Gef\u00fchl, als w\u00e4re man der Chef des Ganzen, als k\u00f6nnte man es tats\u00e4chlich kontrollieren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch fand es super spannend, dass man auch relativ schnell und intuitiv in dieses Bedienkonzept reinkommt und das auch so ein bisschen explorativ sich anschauen kann und verschiedene Sachen ausprobiert. Wenn dann ein Fehlerfall da war, konnte man ihn sehr einfach l\u00f6sen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Als problematisch wurde vor allem die Verwendung des Controllers empfunden. Da dieser relativ gro\u00df war, gingen viele Teilnehmer davon aus, dass er mehr Funktionalit\u00e4ten bot, als lediglich das Dr\u00fccken zweier Kn\u00f6pfe. Daher versuchten einige Testpersonen, innerhalb des Men\u00fcs mit dem Controller zu zeigen, um die Men\u00fc-Elemente zu selektieren. Da die meisten von ihnen jedoch ihren Kopf beim Zeigen mit bewegten, gelang es ihnen auch auf diese Weise, mit dem Men\u00fc zu interagieren.<\/p>\n<p>Interessant war auch, dass sehr viele Teilnehmer, trotz eines Hinweises vor dem Beginn des Tests, den Controller nicht anschauten. Dieser war in der virtuellen Welt zu sehen und auch die beiden Kn\u00f6pfe waren dort markiert. Die meisten Probanden hielten ihren Blick jedoch stets auf die Halle gerichtet und dr\u00fcckten auf den Knopf, der sich gerade unter ihrem Finger befand. So bemerkten viele den Zur\u00fcck-Knopf gar nicht, weshalb sie die AR-Overlays nur \u00fcber die entsprechende Schaltfl\u00e4che im Men\u00fc schlie\u00dfen konnten. Anstelle des Controllers w\u00e4re es daher besser, einen kleineren, einfacheren Gegenstand, wie beispielsweise einen Smart-Ring zu verwenden, auf dem die beiden notwendigen Kn\u00f6pfe angebracht sind.<\/p>\n<p>Insgesamt gelang es jedoch erstaunlich vielen Teilnehmern, ohne jegliche Einf\u00fchrung mit der Anwendung zu arbeiten und alle Fehler zu beheben. Auch im Fragebogen wurde das Interaktionskonzept sehr gut bewertet. So ergab sich ein SUS-Score von 86,4 f\u00fcr die entwickelte Anwendung.<\/p>\n<div id=\"attachment_7663\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7663\" class=\"wp-image-7663 size-full\" src=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/SUS-Grafik.jpg\" alt=\"SUS-Grafik\" width=\"1000\" height=\"330\" srcset=\"https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/SUS-Grafik.jpg 1000w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/SUS-Grafik-300x99.jpg 300w, https:\/\/www.centigrade.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/SUS-Grafik-768x253.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><p id=\"caption-attachment-7663\" class=\"wp-caption-text\">Der erreichte SUS-Score des Interaktionskonzepts, dieser entspricht einer Bewertung mit Bestnote A<\/p><\/div>\n<p>Auch das Gef\u00fchl der Pr\u00e4senz wurde insgesamt sehr hoch bewertet. Zudem konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen Pr\u00e4senz und SUS-Score ermittelt werden. Probanden, die sich in der Halle pr\u00e4senter f\u00fchlten, bewerteten das Interaktionskonzept somit besser. Daher kann davon ausgegangen werden, dass das hier entwickelte Bedienkonzept in einer tats\u00e4chlichen AR-Anwendung sehr gut angenommen werden w\u00fcrde. Zudem wird dadurch deutlich, wie wichtig es ist, dass eine VR-Simulation realistisch ist, wenn damit ein AR-Interaktionskonzept getestet werden soll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ein vielversprechender Ausblick<\/h3>\n<p>Mit dem Projekt DeepSight konnte ich sehr viele Erfahrungen im Bereich Virtual Reality und Augmented Reality sammeln. Innerhalb eines halben Jahres besch\u00e4ftigte ich mich mit VR-Simulationen, mit stereoskopischen Filmen und den damit verbundenen Stolpersteinen, mit der Erschaffung eines Pr\u00e4senzgef\u00fchls durch das Einbeziehen m\u00f6glichst vieler Sinne und nat\u00fcrlich mit der spannenden Entwicklung eines neuartigen Interaktionskonzeptes und User Interface Designs f\u00fcr eine dreidimensionale Welt. Mithilfe meiner Kollegen, die immer f\u00fcr Tests zur Verf\u00fcgung standen und nat\u00fcrlich mithilfe aller, die an meiner abschlie\u00dfenden Studie teilnahmen, ist es mir gelungen, ein nachweislich intuitives und benutzerfreundliches Interaktionskonzept f\u00fcr Augmented Reality Anwendungen zu entwickeln.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich habe ich hierbei nur ein einzelnes, kurzes Szenario betrachtet. Das hier entwickelte Konzept eignet sich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung bei der \u00dcberwachung von gro\u00dfen Maschinenhallen oder \u00e4hnlichen Anlagen. Hier hat der Nutzer den Vorteil, dass er schnell und intuitiv Zugang zu den wichtigsten Informationen erh\u00e4lt und gleichzeitig die H\u00e4nde f\u00fcr andere Aufgaben frei hat. Augmented Reality ist jedoch auch in vielf\u00e4ltigen anderen Bereichen einsetzbar.<\/p>\n<p>Mit DeepSight konnte ich anhand eines Beispiels zeigen, dass es mithilfe von Virtual Reality schon jetzt m\u00f6glich ist, die Chancen und Schwierigkeiten von Augmented Reality Interaktionen zu betrachten. Ich konnte feststellen, dass AR-Anwendungen mit einem geeigneten Interaktionskonzept \u00fcberraschend intuitiv und schnell erlernbar sein k\u00f6nnen. Die virtuellen Overlays k\u00f6nnen flie\u00dfend in die reale Umgebung integriert werden und so die Arbeit erleichtern und beschleunigen. Somit ist es mit Sicherheit lohnenswert, schon heute mithilfe von Virtual Reality unsere Zukunftsvisionen zum Leben zu erwecken und passende Interaktionskonzepte und Benutzeroberfl\u00e4chen zu entwickeln. So k\u00f6nnen wir bereits jetzt einen Blick in die Zukunft werfen, um die AR-Brillen direkt sinnvoll einsetzen zu k\u00f6nnen, sobald sie gewisse technische Restriktionen \u00fcberwinden.<\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 2861px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 3788px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 2781px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 10466px; left: 50px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 1294px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 1294px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 10466px; left: 50px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 2901px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 2854px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 9899px; left: 50px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 36px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 36px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 1816px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 1816px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 1816px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":43,"featured_media":0,"template":"","tags":[114,592],"class_list":["post-7655","blog","type-blog","status-publish","hentry","tag-interaktionsdesign","tag-virtual-reality-2-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/7655","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/43"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/7655\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.centigrade.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}