Wissenschaft die Wissen schafft!

Forschung zum Anfassen: Ein spielerisches Exponat macht die Suche nach Antibiotika erlebbar

Wissenschaft die Wissen schafft!

Wie macht man Forschung zum Erlebnis?

Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) wollte seine Arbeit einer jungen Zielgruppe näherbringen und zugleich für das Berufsfeld der pharmazeutischen Grundlagenforschung begeistern. Im Mittelpunkt stand die Suche nach neuen Naturstoffen aus Myxobakterien, ein hochaktuelles, komplexes Thema, das verständlich, spielerisch und unterhaltsam vermittelt werden sollte.

Antibiotikaresistente Erreger breiten sich seit Jahren weiter aus, und neue Wirkstoffe mit resistenzbrechenden Eigenschaften werden deshalb dringend benötigt. Für die schwimmende Ausstellung „MS Wissenschaft“ brauchte das HIPS ein einzigartiges, robustes und langlebiges Exponat, das auch außerhalb eines Laborumfelds leicht zugänglich ist und Besucher*innen in die Logik der Forschung einführt.

Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS)
Forschungsinstitut für die Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen Infektionskrankheiten.
Gamification
Project Management
Prototyping
Software Engineering
UI Design
UX Design

Centigrade entwickelte gemeinsam mit dem HIPS und NUILAND ein interaktives Exponat, das Myxobakterien und die Suche nach neuen Wirkstoffen erlebbar macht.

Grundlagenforschung zum Anfassen

Das fertige Exponat zeigt spielerisch, wie aus Bodenproben neue Wirkstoffkandidaten entstehen und warum die Suche nach Antibiotika so wichtig ist. Es verbindet eine physische Installation mit einer digitalen Anwendung und lädt junge Besucher*innen dazu ein, wissenschaftliche Zusammenhänge selbst zu entdecken.

Die Suche im Spiel ist dabei der echten Forschung nachempfunden: Über das Citizen-Science-Projekt MICROBELIX ruft das HIPS aktiv dazu auf, auch privat nach neuen Myxobakterien und Wirkstoffen zu suchen. Die Suche endet damit nicht am Exponat, sondern lädt Besucher*innen ein, selbst Teil der HIPS-Forschung zu werden.

Forschung vor Ort verstehen

Forschung vor Ort verstehen

Bei Besuchen in den Laboren und Gesprächen mit den Wissenschaftler*innen machten wir uns gemeinsam mit dem HIPS und unserem Partner NUILAND ein Bild von der täglichen Forschungsarbeit. Ein interdisziplinäres Team aus Prototyping Engineering, Visual Design und Solution Management übersetzte die gewonnenen Eindrücke in erste Ideen für ein interaktives Exponat.

Vom Konzept zum Prototyp

Vom Konzept zum Prototyp

Nach den ersten Skizzen und der Entscheidung für eine spielerische digitale Umsetzung begann das iterative Prototyping. Wir entwickelten und testeten verschiedene Ansätze, um Stofftier-Bakterien und die mit RFID-Chips ausgestatteten Bälle der simulierten Erde zu erfassen und digital auszuwerten. Parallel entstanden die 3D-Konstruktion des Exponats und die visuelle Gestaltung der Animationen.

Skizzen, die laufen lernen

Die visuelle Sprache entstand von der handgezeichneten Skizze bis zur finalen Animation. Für die bewegten Bilder nutzten wir Higgsfield.ai, um die gemeinsam entwickelte Vision umzusetzen. Die KI-gestützte Gestaltung wurde dabei durch unsere Visual Designer kuratiert und verfeinert.

Die letzte Nacht vor der Abreise

Die letzte Nacht vor der Abreise

Gemeinsam mit NUILAND und dem HIPS koordinierten wir die Gewerke bis zur Abreise des Exponats nach Berlin. Dazu gehörten die physische Konstruktion, die 3D-gedruckten Bauteile, RFID-Komponenten, die maßgefertigten Plexiglasscheiben und die Integration des Thermodruckers. Auch die technische Besonderheit des Druckertreibers konnten wir rechtzeitig lösen und das Exponat in einer letzten nächtlichen Aktion zusammenbauen und testen.

Wissenschaft spielerisch entdecken

Auf dem Bildschirm erscheint ein Problemkeim, dargestellt als Bakterien- Monster. Besucher*innen wählen zunächst einen Erreger aus und erhalten kurze Hintergrundinformationen. Anschließend begeben sie sich auf die Suche nach passenden Myxobakterien aus der „mikrobiellen Schatzkiste“, die den ausgewählten Erreger bekämpfen können.

Den passenden Wirkstoff finden

Der Erreger auf dem Bildschirm gibt vor, wonach gesucht wird. Mit den Händen wühlen sich die Besucher*innen durch eine Mischung aus bunten Stoffbällen und plüschigen Myxobakterien, die dem Suchen im Boden nachempfunden sind. Haben sie einen passenden Kandidaten gefunden, legen sie ihn in die Analysekammer des Exponats.

Den passenden Wirkstoff finden

Lebendiges Feedback aus der Analysekammer

Die Analysekammer prüft, ob der ausgewählte Wirkstoffkandidat zum angezeigten Erreger passt. Laser-, Licht- und Nebeleffekte sorgen für buntes Feedback und inszenieren den Moment als kleines Spektakel. Wer den richtigen Kandidaten findet, erhält am Ende einen Bon mit einer Einladung zum HIPS-Citizen-Science-Projekt MICROBELIX und kann so die Idee der aktiven Forschung auch über das Exponat hinaus erleben.

Lebendiges Feedback aus der Analysekammer

Technologien

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  • Higgsfield.ai logo

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