
Unser Geschäftsführer Thomas Immich war kürzlich als Teilnehmer beim AI Now Summit von Mistral AI in Paris und das ganz buchstäblich an einem einzigen Tag. Morgens um 8 Uhr in Saarbrücken in den Zug gestiegen, abends pünktlich wieder zu Hause bei der Familie. Dass Paris von Saarbrücken aus schneller erreichbar ist als so manches deutsche Ziel ist vielleicht das unerwartetste Highlight des Tages gewesen.
Aber natürlich war Paris nicht wegen der Reisezeit das Ziel, sondern wegen der Inhalte. Der vollbesetzte Saal zeigte: Das Interesse an europäischer KI ist riesig. Im Folgenden teilt er seine Eindrücke vom Tag.
Highlights vom AI Now Summit
Indiana Jones trifft Mistral: KI entziffert antike Papyri
Einer der beeindruckendsten Momente des Tages kam von Anna Dolganov, die auf der Bühne einen ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Use Case vorstellte: Mit Unterstützung von Mistral AI haben Forscher ein spezialisiertes Sprachmodell für Altgriechisch entwickelt, das in der Lage ist, fragmentierte Textstellen auf antiken Papyrus-Fragmenten zu vervollständigen. Mistral stellte dafür die nötige Rechenleistung zur Verfügung. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie KI weit über den Business-Kontext hinaus Wirkung entfalten kann.
Luxemburg macht vor, wie digitale Souveränität geht
Romain Martin vom luxemburgischen Ministerium für Hochschulbildung und Forschung berichtete über ein erfolgreiches Jahr der Zusammenarbeit mit Mistral AI – mit klarem Fokus auf digitale Souveränität und On-Premise-Lösungen im öffentlichen Sektor. Kleine Länder müssen schneller sein, so die Botschaft, und Luxemburg lebt das vor. Ein unternehmerisches Mindset, das Thomas zufolge auch für das Saarland oder ganz Deutschland inspirierend sein könnte.
Airbus setzt auf europäische KI – aus Überzeugung
Airbus-CEO Guillaume Faury unterstrich, dass Airbus als europäisches Unternehmen seine digitale Souveränität nicht aufs Spiel setzen wird und deshalb die Partnerschaft mit Mistral AI ausbaut. Konkret: KI wird bei Airbus unter anderem eingesetzt, um Physik zu simulieren und die Sicherheit an Bord zu verbessern. Mistrals Akquisition von Emmi AI, die Modelle mit physikalischen Sensordaten trainiert, passt da gut ins Bild.
Drei Regierungen, ein Ziel: KI im Dienst der Bürger
Ein Panelgespräch mit Vertreter*innen aus Schweden, Spanien und der Slowakei zeigte, wie Regierungen KI bereits konkret einsetzen, nämlich von der Rentenprognose über verbesserte Gesundheitsdienste bis hin zu einer klaren Haltung: „Wer nicht innoviert, kann nicht überleben.“ Für uns war das einnachdenklich stimmender Moment, denn Deutschland war auf diesem Panel nicht vertreten.
SAP und Mistral: Eine deutsch-französische KI-Partnerschaft
Eine exklusive Ankündigung des Tages: SAP vertieft die Zusammenarbeit mit Mistral AI. SAP-eigene „AI Units“ können künftig auch für Mistral-Modelle eingesetzt werden. Besonders bemerkenswert war dabei ein Statement eines Mistral-Mitarbeiters: „Es frustriert mich, wenn Mistral nur als französisches Unternehmen wahrgenommen wird. Wir sind ein europäisches Unternehmen.“ Eine Haltung, die wir ausdrücklich teilen.

Amazon Alexa+ setzt auf Mistral
Amazon Alexa+ nutzt unter der Haube insgesamt 17 verschiedene KI-Sprachmodelle, darunter auch Mistral AI, insbesondere für die Verarbeitung der französischen Sprache, Idiome und kultureller Semantik. Ein interessantes Detail für alle, die sich mit Voice User Interfaces und multimodalen KI-Systemen beschäftigen.
Fazit: Europa bewegt sich
Der AI Now Summit hat einmal mehr gezeigt, dass Europa in Sachen KI und digitaler Souveränität an Fahrt gewinnt, getragen von Unternehmen wie Mistral AI, Partnerschaften mit Airbus oder SAP und mutigen Regierungen, die KI pragmatisch einsetzen. Thomas kehrt mit vielen Impulsen zurück und der Erkenntnis, dass Saarbrücken als Standort für Centigrade mehr denn je eine smarte Wahl ist. Wer von Paris aus in einer Zugstunde zu Hause ist, ist eben näher an Europa als mancher denkt.
Ihr möchtet mehr über unsere Arbeit im Bereich KI-Transformation und europäische Datensouveränität erfahren? Meldet euch gerne bei uns.
