Wenn gewachsene Software kaum noch wartbar ist, entsteht schnell der Wunsch nach einem radikalen Neustart: alles weg, alles neu, diesmal sauber. Im ersten Teil dieser Reihe hat Thomas Immich das Bild eines KI-Agenten skizziert, der überholte Altsysteme in moderne, gut wartbare Anwendungen mit überzeugender User Experience überführt. Der entscheidende Punkt dabei: Auch problematische Altsysteme enthalten etwas Wertvolles: Sie enthalten bereits umgesetzte Anforderungen. Wie man diese Anforderungen strukturiert aus dem Bestand zurückgewinnt und daraus einen KI-gestützten, nutzerzentrierten Modernisierungsprozess ableitet, zeige ich in diesem zweiten Teil.
Software-Modernisierung mit KI schrittweise meistern – Teil 2






Der Hype um AI scheint vorerst nicht zu stoppen: Laut einer Studie von Bitkom Research ist der Anteil der Bundesbürger*innen, die zumindest hin und wieder Tools wie z.B. ChatGPT, Microsoft Copilot oder Gemini nutzen, von 40% im Jahr 2024 auf 67% im Jahr 2025 gestiegen 
Im Rahmen meines Schülerjobs bei Centigrade durfte ich in den vergangenen Monaten an einem spannenden Projekt mitarbeiten: dem Continuous Product Toolkit (CPT). Dieses Toolkit vereint hilfreiche UX-Tools – etwa ein Modul, das prüft, ob ein hochgeladener Screen auch für Menschen mit Farbenblindheit barrierefrei nutzbar ist.