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GovTech, Digital Design und die »Lessons not Learned«

Thomas Immich
Thomas Immich
16. April 2026

3D Gebäude in verschiedenen Farben

Das Ende des Digitalisierungsstaus?

Der Digitalisierungsstau in Deutschland scheint sich gerade so langsam aufzulösen. Ob der Grund dafür nun das 500-Milliarden-Euro schwere Sondervermögen, der Schutz unserer digitalen und analogen Souveränität in Kriegszeiten oder die schwindende Wettbewerbsfähigkeit am globalen Markt sein mag, ist erst einmal unerheblich. weiter lesen…

Sichtbar besser: Warum Software modernisiert werden muss

Mikhail Shabanov

 

Warum Modernisierung wichtig ist

In industriellen und unternehmensweiten Umgebungen steuern Legacy-HMIs und Desktop-basierte Benutzeroberflächen nach wie vor viele geschäftskritische Prozesse. Diese Systeme arbeiten oft zuverlässig, doch ihre technischen Grundlagen stammen aus Jahrzehnten zurück – was sie zunehmend schwer zu warten, zu erweitern und an die heutigen Nutzererwartungen anzupassen macht.

UX-Verbesserungen stoßen in solchen Systemen oft an eine harte Grenze – nicht wegen mangelndem Design-Talent, sondern weil die zugrundeliegenden Technologien keine modernen Interaktionsmodelle, responsiven Layouts oder geräteübergreifende Nutzbarkeit unterstützen. Das Web-Ökosystem entwickelt sich derweil rasant weiter und bringt hochmoderne Frameworks, Design-Systeme und Integrationsstandards hervor, die definieren, was Nutzer heute als natürliche Erfahrung betrachten.

Durch den Einsatz moderner Web-Technologien – von reaktiven Frameworks und Micro-Frontends bis hin zu eingebetteten Browser-Engines – können Unternehmen die heutigen Nutzererwartungen an barrierefreie, kollaborative und visuell konsistente Anwendungen auf allen Geräten erfüllen. Diese Technologien ebnen einen schrittweisen Weg von Legacy-Systemen hin zu einer modernen Grundlage, sodass Teams Oberflächen und Funktionen weiterentwickeln können, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Das Ergebnis ist eine Nutzererfahrung, die zeitgemäß, kohärent und zukunftssicher wirkt – bei gleichzeitiger Bewahrung der bewährten Zuverlässigkeit bestehender Software.

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Vom CAD-Modell zur interaktiven 3D-Visualisierung – Standardisierung als Schlüssel zur Effizienz

Julia Schulz
Julia Schulz
19. Januar 2026

Von der CAD-Datei zur erlebbaren Maschine

In vielen Industrieprojekten existieren die CAD-Daten der Maschinen längst – doch oft dienen sie ausschließlich als reine Konstruktionsgrundlage. Dabei steckt in ihnen enormes Potenzial: Mit minimalem Zusatzaufwand lassen sich aus ihnen interaktive 3D-Visualisierungen erzeugen, die Maschinen, Anlagen oder ganze Gebäude samt Zuständen, Fehlerpfaden und Interaktionen erlebbar machen. weiter lesen…

Warum datengetriebene Entscheidungen scheitern oder gelingen – eine UX-Perspektive über Abteilungsgrenzen hinaus

Julian Wahl
Julian Wahl
18. Dezember 2025

Illustration pulsierende Bälle

Wenn man in sowohl großen Industriekonzernen als auch mittelständischen Unternehmen von ZDF spricht, ist damit nur selten die Rundfunkanstalt mit Sitz in Mainz gemeint. Weitaus häufiger forciert man mit diesen drei Buchstaben das Streben nach dem „neuen Gold“ digital vernetzter Ökosysteme: Zahlen, Daten, Fakten.

In vielen Unternehmen zeigt sich jedoch generell, dass zwar Berichte, Messwerte und Analysen im Überfluss vorliegen – die Bereitschaft und Kompetenz, sie konsequent in echte Verbesserungen zu übersetzen, fehlt jedoch oft.

Genau hier beginnt die zentrale Herausforderung: Wie lassen sich datenbasierte Entscheidungen in komplexen, heterogenen Organisationen so einsetzen, dass sie eine spürbar bessere User Experience beim Endnutzenden ermöglichen? weiter lesen…

Joy to Use: Wie Emotionen unsere digitale Erfahrung prägen

Carla Biegert
26. November 2025

Illustration minimalist UI Design

Im Feld der Mensch-Computer-Interaktion sind die Themen Ästhetik, affektive Aspekte von Interface Design und emotionales Design immer mehr in den Fokus von User Experience gerutscht. Besonders das Buch „Emotional Design: Why We Love (or Hate) Everyday Things” von Don Norman aus dem Jahre 2005 plädierte dafür, mehr auf das Vergnügen und generell Emotionen im UX Design eines Produkts zu achten. Und auch in den Grundprinzipien der UX sind Emotionen eingeschlossen, wird dort schließlich auch von „joy to use“ gesprochen.[1]

Inzwischen gestalten Designer*innen häufig so, dass Emotionen der Nutzer*innen angesprochen werden. Doch auch die hervorgerufenen Emotionen beeinflussen wiederum, wie Nutzer*innen mit einem System interagieren. Denn sie handeln nicht (nur) rational, sondern ihre Entscheidungen sind oft emotional geprägt. Beispielsweise verlassen Nutzer*innen eine Website nicht unbedingt (nur) weil sie eine Information nicht finden, sondern (auch) weil sie frustriert oder verunsichert sind.

In diesem Artikel werden wir uns zunächst die Grundlagen der Emotionsforschung anschauen und dann beleuchten, welche Rolle Emotionen in der UX spielen, und wie wir sie in UX Research und Design miteinbeziehen können. weiter lesen…

Icon-Libraries in Zeiten von KI: Brauchen wir noch maßgeschneiderte Icons?

Maximilian Holl
Maximilian Holl
27. Oktober 2025

Illustration AI Produktionstraße

In Zeiten leistungsstarker KI-Bildgenerierung und frei verfügbarer Icon-Bibliotheken stellt sich schnell die Frage: „Warum überhaupt noch Icons „von Hand“ gestalten?“ Für viele mag der Griff zu bestehenden Lösungen der einfachste und schnellste Weg sein. Doch in der Realität zeigt sich immer wieder: „Out of the Box“-Lösungen reichen nicht aus – besonders dann, wenn Anforderungen komplexer und individueller werden. Genau das war bei uns der Fall, als wir unsere Centigrade Service-Icons in automatisch generierbare 3D-Visuals übersetzen wollten. Ein Vorhaben, das partout nicht von der Stange zu lösen war.

Wie ich diesen Designprozess angegangen bin, warum wir dabei bewusst gestalterische Grenzen gesetzt haben – und was ein Python-Script mit dem Ganzen zu tun hat, erfahrt ihr hier in diesem Blogbeitrag. weiter lesen…

Chatbot Research 101 – welche Herausforderungen UX Research zu Conversational AI mit sich bringt, und wie man ihnen begegnet

Carla Biegert
25. September 2025

Illustration eines Arbeitsplatzes mit Bildschirm Tastatur und Roboter

Chatbots und Conversational AIs sind in aller Munde und finden sich inzwischen in zahlreichen Anwendungen und Oberflächen wieder. Doch stellt sich die Frage: Sind Conversational AIs wirklich immer die beste Wahl?

Wenn Nutzer*innen Unterstützung bei der Erledigung ihrer Aufgaben brauchen und sich an einen Support-Bot wenden, scheinen viele möglichst schnell an einen Menschen weitergeleitet werden zu wollen, statt sich mit dem Chatbot auseinanderzusetzen. weiter lesen…

Welche Faktoren die UX von Conversational AI beeinflussen

Alessandra Rodrigues Eismann
Alessandra Rodrigues Eismann
5. September 2025

Nahaufnahme eines Roboters der sich freutDer Hype um AI scheint vorerst nicht zu stoppen: Laut einer Studie von Bitkom Research ist der Anteil der Bundesbürger*innen, die zumindest hin und wieder Tools wie z.B. ChatGPT, Microsoft Copilot oder Gemini nutzen, von 40% im Jahr 2024 auf 67% im Jahr 2025 gestiegen [1] Immer mehr Firmen integrieren Conversational AI in ihre Produkte. Dadurch wird es für UX Professionals immer wichtiger zu verstehen, wie Nutzende mit Conversational AI interagieren und was eine gute Nutzererfahrung ausmacht. In diesem Artikel möchte ich aufzeigen, welche Faktoren die User Experience von Conversational AI beeinflussen und welche Unterschiede es dabei zu anderen interaktiven Produkten gibt. weiter lesen…

Bot der Baumeister – Software Modernisierung mit KI schrittweise meistern – Teil 1

Thomas Immich
Thomas Immich
1. September 2025

Illustration eines zu sanierenden Hauses
Wer hätte nicht gerne einen „Bob der Baumeister“ für die eigenen vier Wände, der sofort auf den Plan tritt, wenn hier mal was bröckelt oder da mal was schimmelt. Solche Macher sind schwer zu kriegen und selbst die Band „Das Lumpenpack“ besingt ihre Enttäuschung darüber nur Pädagogen, statt Handwerker im Freundeskreis zu haben.

So ist es beim Häuslebau… aber wie ist das bei der Software-Entwicklung? Auch Software Engineers sind bekanntermaßen schwer zu kriegen, und wenn man einmal in die Fänge von SAP geraten ist, kriegt man vielleicht noch seine Fachkraft, darf aber für jedes noch so simple Feature richtig viel Geld abdrücken.
Doch das ändert sich gerade massiv wegen KI.
Plötzlich kann dank KI vermeintlich jeder coden und es werden Entwickler – insbesondere Juniors – vor die Tür gesetzt, um von einem arbeitswilligen und allseits verfügbaren KI-Agenten abgelöst zu werden. Jensen Huang ruft sogar das Ende der Informatik aus und sagt ganz unverhohlen:

„IT-Teams will become HR departments of AI.“

Egal ob Jensen Huang recht behalten wird oder nicht: es ändert sich genug, um sich einer recht alten Frage auf neue Weise zu nähern, die auch den ein oder anderen Häuslebauer sicherlich schon beschäftigt hat:

Modernisieren oder Abreißen? weiter lesen…

Mein Weg zur Frontend-Entwicklung des Continuous Product Toolkit

Johann Haslinger
27. August 2025

Fließband IllustrationIm Rahmen meines Schülerjobs bei Centigrade durfte ich in den vergangenen Monaten an einem spannenden Projekt mitarbeiten: dem Continuous Product Toolkit (CPT). Dieses Toolkit vereint hilfreiche UX-Tools – etwa ein Modul, das prüft, ob ein hochgeladener Screen auch für Menschen mit Farbenblindheit barrierefrei nutzbar ist.

Besonders spannend für mich war die Aufgabe, die Frontend-Visualisierung des Generierungsprozesses zu entwickeln. Während ein Tool – oft mit Unterstützung von KI – seine Ergebnisse berechnet, soll der Nutzer den Prozess spielerisch und visuell nachvollziehen können, statt nur auf ein Ergebnis zu warten. weiter lesen…

Produktentwicklung mit KI-Personas neu denken – Interview mit Thomas Immich

Thomas Immich
Thomas Immich
29. Juli 2025

Personas of AI User Research Tool PeanScope

Die Arbeit mit Personas ist in der Produktentwicklung längst etabliert – und gleichzeitig oft zu flach: hübsch gestaltete Steckbriefe, die einmal präsentiert und danach selten wieder verwendet werden. Thomas Immich, Geschäftsführer von Centigrade und Gründer des KI-gestützten Tools LeanScope AI, denkt diesen Ansatz grundlegend neu. Für ihn sind Personas keine statischen Abbilder, sondern interaktive Projektionsflächen – dialogfähig, lernfähig und wegen neuer Erkenntnisse im User Research auch in stetiger Entwicklung. Im Gespräch mit Annett Bergk erklärt er, wie generative KI die Nutzung von Personas  beschleunigen, vertiefen und gleichzeitig menschlicher machen kann. Und warum lebensnahe textbasierte Beschreibungen manchmal mehr bewirken, als ein vermeintlich perfektes Profilbild. weiter lesen…

Open-Source-LLMs im Test: Wie gut eignen sie sich als Entwicklungsunterstützung?

Julian Lang
Julian Lang
30. Juni 2025

Zwei Bildschirme mit Code Illustration

1. Einführung

In diesem Blogartikel widmen wir uns der Frage, inwiefern lokal im Unternehemen bereitgestellte Open-Source-Modelle ausgereift genug sind, um mit den „großen“, kommerziellen Modellen wie Claude oder Chat-GPT mithalten zu können. Der Rummel um KI – egal in welcher Branche – könnte kaum größer sein. Überall werden Automatisierung und Effizienzsteigerungen versprochen, denn Maschinen sollen in gleicher Zeit mehr leisten, als es dutzende Menschen je könnten. Wir untersuchen, in wie weit das auch für die kostenfreien Open-Source-Modelle gilt. Dafür haben wir uns ein realistisches Angular-Beispielprojekt genommen und den LLMs Code Llama 3.1, Deep Seek Coder 2, Phind Code Llama und Wizard Coder ein paar Aufgaben gestellt… weiter lesen…

Alles beginnt mit einem guten Gespräch. Lassen Sie uns daher gemeinsam über Möglichkeiten für Ihre digitale Produktentwicklung sprechen. Wir sind gespannt auf Ihre Anfrage.

Senior UX Manager
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